
Von Marcus Diehl › Am Wochenende geht die handballlose Zeit vorbei. Die Teams der TG Osthofen starten in die neue Saison 2026/27. Die Damen starten auswärts in der Oberligasaison. Sie müssen um 17.30 Uhr am Sonntag bei der VTV Mundenheim antreten. Die Fans der TGO‑Herren sehnen den Sonntagabend herbei. Nach langen Jahren der Abstinenz ist wieder Regionalliga-Handball in der Wonnegauhalle zu sehen. Als Neuling dürfen sie am ersten Spieltag um 18 Uhr gegen Handball Mühlheim-Urmitz antreten. Gleich eine Standortbestimmung, denn die Gäste beendeten die letzte Saison auf dem sechsten Tabellenplatz. Die Herren sind aber bestens vorbereitet.
Der neue Coach Sebastian Bösing ist sehr zufrieden mit dem, was seine Jungs bisher unter seinen Fittichen gezeigt haben. Der Kader ist breit aufgestellt und die Positionen sind mindestens doppelt besetzt. Trotz kleiner Wehwehchen sollten alle am Sonntag einsatzbereit sein. Der einzige Verletzte ist der Trainer: Für einige Wochen sollte er bei den Eulen Ludwigshafen als Kreisläufer aushelfen. Dieser Plan kommt aber nicht zustande – linke Mittelhand gebrochen. Bei der TGO gilt sein Hauptmerkmal erst einmal dem Traineramt. Das Saisonziel ist mit Klassenerhalt deklariert. Sebastian Bösing: „Die Liga ist in der Breite stark besetzt. Mit den beiden Absteigern Haßloch und Homburg wurde in der Spitze das Niveau noch einmal, angehoben.“
Sechs neue Gesichter kompensieren die sieben Abgänge. Mit den Kobel-Brüdern kamen zwei alte Bekannte zurück. Tim ist für den Rückraum eingeplant und Yannick für den Kreis. Max Hofferberg kommt von der HSG Worms, und ist ebenfalls im Rückraum zuhause. HSG‑Vergangenheit hat auch Julius Herbert. Mit Julius spielte der Coach in der letzten Saison zusammen in Haßloch. Überwiegend im Rückraum aktiv, kann er jedoch auch am Kreis Akzente setzen. Aus der Talentschmiede Friesenheim-Hochdorf kommt Torhüter Moritz Wolfram und für den Kreis Aaron Steinfurth vom TV Bodenheim.
Vom Spielsystem möchte Sebastian Bösing gar nicht so viel ändern. Verschiedene Defensivvarianten wurden in den Testspielen ausprobiert. Das schnelle Spiel nach vorne war in den letzten Jahren schon eine Spezialität des Teams. Was jetzt aber in der neuen Liga nicht mehr so einfach zu praktizieren sein wird. Neue Schwergewichte kommen auf das Team zu. Mit den Fans im Rücken und der Heimstärke stehen die Anzeichen für einen Klassenerhalt gar nicht so schlecht. Wenn die Wonnegauhalle zum Kochen gebracht und das Team davongetragen wird, werden einige Gegner ihre Schwierigkeiten bekommen.