
Seit dem vergangenen Wochenende steht im Nibelungenmuseum Worms der zweite Teil der Museumstour „WAGNERs RING“ für Besucher zur Verfügung. Während die Tour im „Sehturm“ Handlung und Charaktere des Mythos` anhand ausgewählter Requisiten zeigt, die aus der Ring-Inszenierung des renommierten Bühnenkünstlers Achim Freyer am Nationaltheater Mannheim stammen, konzentriert sich der zweite Teil ganz auf die Musik Wagners. Im „Hörturm“ kann man nun ausgewählten Ausschnitten lauschen, die aus den vier Ring-Opern stammen und sich im Spannungsfeld zwischen Liebe und Macht bewegen. Weitere Informationen zur Ausstellung „WAGNERs RING“ findet man unter www.nibelungenmuseum.de.
Schon seit Längerem können Besucher im Nibelungenmuseum zwischen zwei Museumsrundgängen wählen: Die „klassische“ Tour – gesprochen von Mario Adorf – erklärt eindrücklich Handlung und Entstehung der hochmittelalterlichen Nibelungensage. Die zweite Museumstour befasst sich mit Richard Wagners monumentalem Opernwerk „Der Ring des Nibelungen“ und entstand in Kooperation mit dem renommierten Bühnenkünstler Achim Freyer und dem Nationaltheater Mannheim. Nun hat die Tour eine Ergänzung erfahren: Besuchern des sogenannten „Hörturms“ bietet sich ab sofort die Möglichkeit, 17 ausgesuchten Tonaufnahmen aus den Ring-Opern „Das Rheingold“, „Die Walküre“, „Siegfried“ und „Götterdämmerung“ zu lauschen. „Die Mitschnitte stammen, wie die im ,Sehturm‘ ausgestellten Requisiten, ebenfalls aus der Inszenierung des Nationaltheaters und geben Einblicke in die unerschöpfliche Fantasie Wagners“, ergänzt Ulrike Standke, Kuratorin der neuen Museumstour: „Liebe und Macht bilden die thematische Klammer des neuen Angebots, da Wagners Handlung und seine Charaktere um beide Grundprinzipien kreisen.“
Den „Hörturm“ aufsteigend, erleben die Besucher beispielsweise wie Alberich den Ring des Nibelungen verflucht, wie Siegfried sein Schwert Nothung schmiedet oder seine Liebe zu Brünnhild besingt. Oben angekommen, hat der Besucher nicht nur einen fantastischen Panoramablick über die Nibelungenstadt, sondern „erlebt“ Wagners berühmten Trauermarsch aus der „Götterdämmerung“. Eigens für die Erweiterung wurden leuchtende Podeste nach Vorbildern aus den Mannheimer Aufführungen gefertigt, welche die Nutzer der neuen Museumtour zum Sitzen, Verweilen und Musikhören einladen.
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