Bedarf gerecht geworden: Zweiter Standort der Volkshochschule erlaubt optimale Nutzung
Neue Räume tragen vhs-Handschrift
Dezernent Waldemar Herder (2. in der Reihe), vhs-Leiterin Agnes Denschlag (3. in der Reihe) sowie das vhs-Team wollen künftig einen im Wortsinne transparenten Unterricht anbieten.
Schönauer Straße 2 lautet die Anschrift des neuen, zweiten Standorts der Wormser Volkshochschule, unweit ihres Hauptsitzes in der Neusatzschule. Was sich darin verbirgt, lässt sich von außen nur erahnen. Hell, freundlich und lichtdurchflutet sind die neuen Räumlichkeiten. Der frühlingsgrüne Boden, die zahlreichen Fenster, die großen Scheiben an den Schulungsräumen lassen die 700 Quadratmeter offen und noch größer wirken. Das Corporate Design der vhs zieht sich konsequent durch die Räumlichkeiten hindurch, ist an jeder Scheibe zu finden.
Verständlich also, dass Leiterin Agnes Denschlag ihre zahlreichen Gäste freudestrahlend und stolz begrüßte. Bildungsdezernent Waldemar Herder zeigte sich „angenehm überrascht“ vom neuen Domizil der vhs. „Ich bin heute zum ersten Mal hier, und sofort fällt auf, dass das Gestaltungskonzept voll und ganz die Handschrift des vhs-Teams trägt“, lobte er das gelungene Ergebnis. Das „Pech“ der strikten Brandschutzvorschriften hatte der vhs quasi in die Hände gespielt, die Stadt hatte keine andere Möglichkeit, als neue Räume anzumieten. „Diese neuen Räumlichkeiten können von den Dozenten, aber auch von den Bürgern optimal genutzt werden“, ist sich der Dezernent sicher. Das Team werde sein neues Zuhause sicherlich im Nu beleben.
„Weiterbildung für jeden ein Leben lang“, laute der Auftrag der Volkhochschulen, machte Agnes Denschlag deutlich. Dementsprechend müsse auch die vhs auf veränderte Gegebenheiten reagieren. „In den fast 70 Jahren der vhs in Worms hat sich die Stadt verändert, haben sich die Menschen verändert“, bilanzierte sie. Dementsprechend habe sich auch das Angebot der vhs verändert. Der Rahmen, in dem Bildung vermittelt werden könne, stelle mitunter wichtige Weichen. Will heißen: Nicht nur der Inhalt, der vermittelt wird, ist entscheidend, sondern auch der äußere Rahmen. Und der war in der Neusatzschule längst nicht mehr optimal. Zu kleine Räume, zu wenig Platz insgesamt, eine jedoch immer weiter steigende Nachfrage erschwerten den Schulbetrieb für alle Beteiligten. „Dass wir dem Bedarf der Neusatzschule nach weiteren Räumlichkeiten nachgekommen sind, ist selbstverständlich. Dass jedoch die Stadt für uns neue Räume anmietet, konnten wir nicht erwarten“, betonte die vhs-Leiterin. Umso mehr freut sich das vhs-Team über seinen neuen, modernen Standort. Nichts desto trotz bleibt das Angebot in der Neusatzschule bestehen. „Wir wollen verschiedene Lerngruppen an einem Ort zusammenführen und nicht einzelne Lernbereiche nur noch an einem der Standorte unterrichten“, erläuterte Denschlag. Schließlich sehe das Konzept der vhs vor, Begegnungsräume zu schaffen. Und auch die Glasscheiben in den Wänden der Unterrichtsräume sind nicht nur ein gestalterisches Element: „Wir wollen einen transparenten Unterricht anbieten“, erklärte die Leiterin.
Besonders durch die verstärkte Zuwanderung war die vhs seit Längerem an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen, die Wartelisten – insbesondere für Deutschkurse – sind lang. „Mit den zusätzlichen Räumen eröffnen sich mehr Möglichkeiten. In einem nächsten Schritt müssen wir nun versuchen, weitere geeignete Dozenten zu finden“, so Denschlag.