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Mo., 14. Januar 2019, 12:00 Uhr
Das Westhofener Dreikönigsdreschen als erstes Weinfest des Jahres litt am Samstag unter der unfreundlichen Witterung
Neue Richter, alte Freunde, Staubweinhumpen, Dreschflegel & ein Hahn
Für die Trachtengruppe aus Hengen hat sich der Besuch des Dreikönigsdreschen in Westhofen mit drei Platzierungen wieder einmal gelohnt. Fotos: Karolina Krüger
VON KAROLINA KRÜGERDas seit 1982 jährlich stattfindende Westhofener Dreikönigsdreschen trugen am Samstag auf der Tenne des Churpfälzischen Zehntkeller im Weingut J.G. Orb 11 Mannschaften vor leider nur spärlicher Kulisse aus.
Nasskalt und regnerisch war‘s, aber die Drescher schlugen sich in Takt und Rhythmus vor den gestrengen Augen des neuen Richterkollegiums warm.
Die Dreier- und Vierer-Gruppen präsentierten das fast in Vergessenheit geratene Handwerk. Die mit der Sense geernteten Gaben wurden im sogenannten Bett zum Dreschen ausgelegt und nach einer eigenen Choreografie tanzten die Schlaghölzer der Dreschflegel über die Ähren.
Wieder mit dabei, die inzwischen fast eingemeindete Trachtengruppe aus Hengen, die mit ihrer Junioren- und Seniorenmannschaft angetreten ist. Rheinhessische Jointventures machten den durch einen Ausfall bedrohten Start der Drescher aus „Hawei“ (Hangen-Weisheim) durch Unterstützung aus Erbes-Büdesheim dennoch möglich.
Bei den Dreier-Mannschaften stellten die Juroren den Sieg der Senioren aus Hengen fest, der große Staubweinhumpen bei den Vierer-Mannschaften blieb in Westhofen bei der Lärchegässer Dreschelite.
Schirmherrin Elena I. als Traubenblütenkönigin hatte für ihre zahlreich aus der Umgebung erschienenen Majestäten beim Hahnenschlag einen Sonderpreis ausgelobt und so droschen die Damen und Herren quasi blind auf die tönernen Blumentöpfe ein.
Hofdame Marie I. aus Gimbsheim konnte den goldenen Turm aus Süßem für sich gewinnen. Den echten Hahnenschlag errang in der Zeit von 1,32 Sekunden Martin Grünewald, dem der lebende Hahn für seine Hennen gerade recht kam.
Martin Grünewald konnte mit 1,32 Sekunden den Hahnenschlag für sich entscheiden. Foto: Karolina Krüger