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  • Fr., 11. September 2015, 16:25 Uhr
    Detailplanungen für das „Neuhauser Tunnel“ nehmen konkrete Formen an

    Neue Unterführung ersetzt altes „Tunnel“

    Das "Tunnel" ist seit Jahren ein Ärgernis und Verkehrshemmnis. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Im Sommer 2014 wurde eine grundsätzliches Einvernehmen zwischen der Bahn AG und der Stadt Worms hergestellt, dass der 1902 erbaute „Neuhauser Tunnel“ durch ein neues Bauwerk ersetzt werden soll. Seitdem laufen die Vorplanungen auf Hochtouren. Die Unterführung stellt seit Jahren ein großes Ärgernis für Auto- und Radfahrer dar, da der Verkehr aufgrund der Enge oft nur schleppend vorankommt. Fährt ein Radler durch den Tunnel, können Pkws nicht überholen. Andererseits fühlen sich Biker häufig von Fahrzeugen regelrecht bedrängt und an den Rand der Fahrbahn gequetscht. Zudem stellt die 120 Meter lange, dunkle Röhre für viele Fußgänger, gerade in den Abendstunden, ein Angstraum dar.

    Ohne Sperrung
    Am Freitagmorgen erläuterte der Wormser Baudezernent Uwe Franz Planungsdetails gegenüber dem NK. Es wird eine komplett neue Unterführung entstehen. Entgegen den ursprünglichen Planungen wird der neue Tunnel noch ein Stück weiter nach Süden, also in Richtung Hauptbahnhof verschoben. Grob gerechnet, wird das neue Bauwerk zirka 20 Meter südlich des alten entstehen. Dieses Abrücken vom bisherigen Bauwerk hat den Vorteil, dass der alte Tunnel genutzt werden kann, bis der neu fertig ist. Eine komplette und lange Sperrung der Gaustraße entfällt also.

    Technische Daten
    Zu den technischen Details der neuen Unterführung äußerte sich Uwe Franz wie folgt: Der neue Tunnel wird heller, höher und breiter, dafür aber kürzer. Ist der bisherige Tunnel rund 120 Meter lang, soll der neue nur die Hälfte messen, also etwa 60 oder 70 Meter. Beträgt die Fahrbahnbreite für beide Spuren zurzeit rund 5,50 Meter, wird diese auf 6,50 Meter vergrößert. Zudem müssen Radler nicht mehr auf der Pkw-Spur fahren, sondern teilen sich zukünftig mit den Fußgängern einen gemischten Weg, der auf jeder Seite zirka 3,50 Meter breit ist und gegenüber der Fahrbahn abgetrennt und stark angehoben ist. Bisher waren die Fußweg nur 1,70 Meter breit.

    Noch kein Zeitrahmen
    Zum zeitlichen Rahmen der Baumaßnahme konnte Uwe Franz noch nichts sagen. Der Beginn ist wohl frühestens in zwei, drei Jahren. Die eigentliche Bauphase wird wahrscheinlich rund zwei Jahre betragen, weil sie im laufenden Bahnbetrieb stattfinden muss. Die Züge auf der Strecke von Worms nach Mainz und nach Biblis sowie Bensheim werden planmäßig weiterrollen.

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