Maßnahmen wurden im laufenden Betrieb durchgeführt / Kostenrahmen unterboten
Neuer, barrierefreier Aufzug im Rathaus
(von links): Baudezernent Uwe Franz, Gerhard Hügenell (im Schacht; Gebäudebewirtschaftungsbetrieb Betriebstechnik), Hans-Peter Deutschle (Gebäudebewirtschaftungsbetrieb Betriebstechnik) und Architekt Jürgen Hamm werfen einen Blick in den Aufzugschacht.
Viele, viele Jahre hatte er auf dem Rücken, war technisch bei Weitem nicht mehr auf dem neuesten Stand: Deshalb musste der alte Hauptaufzug im Rathaus ausgebaut und erneuert werden. „Neben der Technik ging es uns insbesondere darum, einen barrierefreien Aufzug einzubauen“, erläutert Baudezernent Uwe Franz. Ein Rollstuhl passte in den bisherigen Aufzug nämlich nicht hinein.
Für die neue Aufzuganlage seien zunächst verschiedene Standorte überprüft worden, so der Baudezernent. Dabei galt es, nicht nur technische und nutzungsspezifische Anforderungen zu bedenken, sondern auch denkmalrelevante Fragen zu klären.
In den Vorplanungen seien Standorte im Hof als freistehender Aufzug und Standorte im Hauptflur vor den Diensträumen als eingeschobener Neubau diskutiert worden, berichtet Uwe Franz, letztlich habe sich die Verwaltung jedoch für eine günstigere Variante im vorhandenen Schacht entschieden.
Um die Barrierefreiheit zu gewährleisten, musste die vorhandene Türöffnung erweitert werden. Im Aufzugsmaschinenraum demontierten die Facharbeiter zunächst die alte Fördertechnik und stellten dann die brandschutztechnische Sicherheit zum umgebenden Dachraum her.
Wandbekleidungen, eine neue Rauchschutztüre und eine Rauchabzugsfenster ergänzen die technisch notwendigen Änderungen im Maschinenraum.
„Durch Ausbau eines zweiten Oberlichtes in der Maschinenraumdecke und Ersatz des abgängigen Dachfensters konnten wir für den Dachraum eine zusätzliche Tagesbelichtung herstellen“, so Franz.
Alle Maßnahmen wurden im laufenden Betrieb ausgeführt. Die geschätzten Kosten in Höhe von 261.000 Euro konnten dabei um 30.000 Euro unterboten werden.