Bis ins Jahr 2005 reichen die Bemühungen zurück, eine Gedenkstätte für die aus Worms im Dritten Reich deportierten Sinti, Roma und Juden zu errichten – damals noch seitens des ehemaligen DGB-Kreisvorsitzenden Karl Saulheimer. Das Engagement wird nun über einen eigens neu gegründeten Förderverein Lern- und Gedenkstätte Güterbahnhof Worms fortgeführt und stärker institutionalisiert.
Bereits 2009 hatte der Wormser Künstler Michael Mahla auf Anregung des Bündnisses gegen Naziaufmärsche einen Vorschlag vorgelegt, wie eine solche Gedenkstätte aussehen könnte. Die Ideen sind damals auch öffentlich zur Diskussion gestellt worden. Darüber hinaus hatte das Bündnis gegen Naziaufmärsche in Schreiben an die Deutsche Bahn als Eigentümerin des Geländes und an die Stadt Worms als potentielle Bauherrin zum Handeln aufgefordert.
Die Vorstellung des Fördervereins im März dieses Jahres vor vollbesetztem Raum im „Das Wormser“ fand mit der gut besuchten Gründungsversammlung Ende Juni einen erfreulichen Abschluss. Jetzt stehen die Eintragung im Vereinsregister des Amtsgerichts Mainz und die Beantragung seiner Gemeinnützigkeit auf dem Programm – verbunden mit dem Ziel, die Gedenkstätte voranzubringen.
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