Do., 12. Januar 2017, 18:39 Uhr
Aufgrund steigender Unterhaltskosten und einer zunehmenden Zahl von Tieren wurde eine neuer Finanzzuschuss vereinbart
Neuer Vertrag mit Tierschutzverein
Von Gernot Kirch Der Haupt- und Finanzausschuss der Nibelungenstadt hat auf seiner Sitzung am Mittwoch einstimmig beschlossen, den Vertrag mit dem Tierschutzverein Worms neu zu gestalten. Hintergrund ist, dass der Tierschutzverein im Jahr 2015 darlegte, an seine finanziellen Grenzen zu stoßen. So sei die Anzahl der Tier im Tierheim gewachsen, die Unterhaltskosten seien gestiegen und die Anforderungen an die Unterbringung hätten zugenommen. Zudem müsse das Tierheim neu gestaltet werden, da die Anlagen alt seien.
Keine Pflichtaufgabe
Im Rahmen der Ausschusssitzung wurde deutlich, dass die Aufnahme und Unterbringung von Fundtieren keine kommunale Pflichtaufgabe sei, die Stadt aber gleichwohl den Tierschutzverein bei der Wahrnehmung dieser Aufgabe unterstütze, da dies ein wichtige öffentliche Aufgabe sei. Der alte Vertrag mit dem Tierschutzverein stammte aus dem Jahr 1993 plus Ergänzungen aus dem Jahr 2013. Wobei sich der Vertrag nicht nur auf die Stadt Worms und den Tierschutzverein Worms bezog, sondern insgesamt 18 Städte und Gemeinden der Region an ihm beteiligt waren. Nach dem positiven Votum des Haupt- und Finanzausschusses ist die Hoffnung groß, dass sich auch die meisten 18 anderen Kommunen dem Vertrag anschließen.
500 Katzen und 250 Hunde
Der Tierschutzverein Worms nimmt jedes Jahr etwa 250 Hunde und bis zu 500 Katzen sowie 200 Kleintiere auf. Dazu kommen Vögel, Wildtiere und Exoten.
50 Cent pro Bürger
Der neue Vertrag sieht vor, dass der Tierschutzverein 50 Cent pro Einwohner enthält. Dies macht bezogen auf die Stadt Worms einen Betrag von rund 42.600 Euro. Mit diesem Geld sollen zumindest die Fixkosten des Vereins gedeckt werden.
Dazu kommt eine Pauschale von 5.000 Euro für die Unterbringen gefährlicher Hunde und beschlagnahmter Tiere sowie weiter 7.000 Euro für die Abfallbeseitigung.