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Do., 09. Oktober 2014, 17:15 Uhr
Drop-In in der Dreifaltigkeitsgemeinde offiziell gestartet / Internationaler Bund, AG für Kind und Familie und Karl Kübel-Stiftung kooperieren
Neuer Willkommensort für Eltern mit jüngsten Kindern
Große Freude bei Verantwortlichen, Müttern und Kindern: Das Drop-In in der Dreifaltigkeitsgemeinde bietet seit drei Wochen eine Anlaufstelle für Mütter und junge Kinder. Foto: Benjamin Kloos
Von Benjamin Kloos Ein neuer Willkommens- und Kommunikationsort für Eltern mit jüngsten Kindern, insbesondere mit Migrationshintergrund, wird seit drei Wochen in der evangelischen Dreifaltigkeitsgemeinde angeboten: Drop-In heißt die Anlaufstelle, in der neben einem gemeinsamen Frühstück das spielerische Lernen, gemeinsames Basteln und ein lockerer Austausch im Mittelpunkt stehen.
Jeden Donnerstag von 9.30 bis 11.30 Uhr öffnen sich die Türen des Treffpunktes der Dreifaltigkeitsgemeinde in der Adenauerstraße 3, in dem auch die sprachliche Förderung eine wesentliche Rolle spielt. Mit Hilfe von Gesprächen, kleinen Gedichten und Liedern wird der Erwerb der deutschen als lebendige Sprache unterstützt.
Träger des Drop-In in der Dreifaltigkeitsgemeinde ist der Internationale Bund e.V., finanzielle Förderung erfährt das Projekt durch die AG für Kind und Familie in Worms sowie die Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie in Bensheim.
Am Donnerstag erfolgte der offizielle Startschuss. „Wir wollen Menschen in unserer Nachbarschaft eine Möglichkeit zu Treffen bieten, um Kontakte zu knüpfen und spielerisch die Sprache zu fördern. Auch wenn man zu einem solchen Projekt früher sicher Krabbelgruppe gesagt hat", betonte Pfarrer Volker Johannes Fey von der Dreifaltigkeitsgemeinde. „Zumal gerade in der Innenstadt kaum mehr junge deutsche Familien leben, sondern viele Familien mit Migrationshintergrund. Gerade diesen Müttern möchten wir die Chance bieten, Freundschaften zu knüpfen."
„Wir haben hier drei Jahre lang das Projekt Elternberatung Plus angeboten, das jetzt ausläuft. Mit Drop-In führen wir dieses nun sehr gut fort - mit niedrigerem Einstiegsalter, aber je früher die Förderung anfängt, um so besser", ergänzte Günther Müller vom Internationalen Bund.
„Es ist wichtig, dass Eltern ihre Kinder bestmöglich fördern und unterstützen können. Denn eine frühestmögliche Förderung von Anfang an ist für den weiteren Lebensweg von hoher Bedeutung. Mit dem Drop-In geht ein weiterer wichtiger Baustein an den Start", stellte Christine Ripier-Kramer, Bereichsleiterin Soziales, Jugend und Wohnen der Stadt Worms, klar.
Zustimmung fand sie in der Karl-Kübel-Stiftung, vertreten durch Vorstandsmitglied Daniela Kobelt Neuhaus. „Die meisten Migrantenfamilien bringen Kinder erst mit drei Jahren in die Kita, bis dahin haben diese häufig keinen Kontakt zu anderen Kindern und zur deutschen Sprache. Dies hat sich durch das Betreuungsgeld weiter verschärft. Dabei hat bereits Karl Kübel vor 40 Jahren gesagt: 'Kümmert Euch um die Jüngsten und unter dreijährigen Kinder, dort wird der Grundstein gelegt.' Getreu diesem Motto wollen wir gemeinsam mit Kommunen und anderen Einrichtungen Kinder frühstmöglich fördern."
Bereits nach drei Wochen sei die Resonanz durchweg positiv, freute sich die Leiterin des Drop-In, Eda Sahin. „Die Mütter sind froh, diesen Treffpunkt zu haben und wollen die Chancen nutzen, die sich durch diesen ergeben." So kann das Drop-In ein Gewinn für alle werden: Für die Mütter, ihre Kinder und auch die Gesellschaft.