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  • Fr., 08. Mai 2015, 12:14 Uhr
    Pavillon im Karl-Bittel-Park wurde an Stadt übergeben

    Neues Kleinod für Worms

    Von links: Ernst-Dieter Neidig, Bruno Heilig, OB Michael Kissel, Eleonore Bittner und Theo Cronewitz. Fotos: Vera Konersmann

    Von Vera Konersmann Erstmals 1068 urkundlich unter dem Namen Phephilineheim erwähnt, kann  Pfiffligheim auf eine beachtlich lange Dorf- und Siedlungsgeschichte zurückblicken. Der Wormser Stadtteil schließt unmittelbar an die westliche Innenstadt an. Im Norden grenzt er an das Flüsschen Pfrimm mit dem im Volksmund genannten „Pfrimmpark“(Karl-Bittel-Park) und den Stadtteil Hochheim.


    Der Karl-Bittel-Park liegt zwischen Rietschel-, Park- und Nievergoltstraße und hat zahlreiche Anziehungspunkte für Besucher jeden Alters. Sein Erbauer der Schuhfabrikant Karl Bittel (1841-1911) legte den Park 1898 nach Vorbild des Englischen Gartenstils an. Herzstück des Parks war der im klassisch, romantisierenden Ruinenstil der Landschaftsgartenbewegung errichtete Pavillon. Als zentrale Parkarchitektur konnte hier vor hundert Jahren ein Rundblick auf alle wesentlichen Elemente des Parks und seiner Umgebung genossen werden. Das so genannte „Teehäuschen“ war somit gestalterischer Höhepunkt des Landschaftsgartens. Doch noch vor dem Zweiten Weltkrieg wurde der Pavillon abgetragen, übrig blieb schließlich nur das Steinfundament auf dem kleinen Hügel in der Nähe des Eingangs Richtung Innenstadt, das noch bis heute an das einstige Park-Idyll erinnert.


    Dies sollte sich nun jedoch ändern: Das lang ersehntes Ziel "der Wiederaufbau des Pavillons im Pfrimmpark" ist vollendet.


    Bereits im Jahre 2006 übernahm der Heimatverein Pfiffligheim die Patenschaft für das Projekt „Wiederaufbau des Pavillons im Karl-Bittel-Park“. Gemeinsam mit der Interessengemeinschaft Pfrimm hat der Heimatverein bereits Spendengelder gesammelt, um das Vorhaben finanziell stemmen zu können. „Der Gleichklang des Wollens sowie die Attraktivität des Projekts haben wohl dazu beigetragen, dass sich das Vorhaben so reibungslos verwirklichen ließ“, freute sich Theo Cronewitz, Vorsitzender des Heimatvereins Worms-Pfiffligheim, vergangenen Donnerstag bei der feierlichen Übergabe des kleinen Bauwerks an die Stadt als Parkeigentümer. „Wir sind besonders stolz darüber, dass wir die 36.000 Euro betragende Bausumme aus 31.000 Euro Spenden sowie aus 5.000 Euro an freiwilligen Leistungen des Architekturbüros Migges Glaser und dem Ingenieurbüro NEISS Tragwerksplanung GmbH zusammen bekommen haben. Dies verdeutlich, wie groß die Unterstützung für das Projekt seitens der Bürger war.


    Ein herzlicher Dank gilt ebenfalls der EWR AG, der Sparkasse Worms-Alzey-Ried sowie der Volksbank Alzey-Worms“, so Cronewitz. Oberbürgermeister Michael Kissel war ebenfalls voll des Lobes für das leidenschaftliche Engagement der beiden Vereine sowie der Spendenbereitschaft der Bevölkerung „Einer der attraktivsten Flecken der Stadt ist nun durch diese gemeinsame bürgertschaftliche Leistung noch schöner geworden“, bedankte sich der Stadtchef.  Das Teehäuschen, das aus einer tragenden Rohrkonstruktion sowie einem spitz zulaufenden, schwarzem Ziegeldach besteht,  bezeichnete er als ein Gemeinschaftsgut der Naherholung und hoffe daher, dass auch von Seiten der Bürger pfleglich damit umgegangen werde. Auch Eleonore Bittner, Vorsitzende der Interessengemeinschaft Pfrimm Worms e.V., betonte bei der Übergabe an OB Kissel, dass sie hoffe, dass das wiedererrichtete Bauwerk für viele folgende Generationen erhalten bleibe. Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde vom Bläserquartett des Posaunenchors Hochheim-Herrnsheim sowie dem Singkreis Pfiffligheim.

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