
Es ist nur eine Momentaufnahme, aber aus Sicht der Tischtenniscracks des TV Leiselheim eine ungewohnte Perspektive. Durch einen ungefährdeten 8:2-Heimsieg zum Auftakt in die neue Saison 2025/2026 in der Tischtennis Verbandsoberliga Rheinland/Rheinhessen gilt für die Wormser die sportliche Weisheit: „Tabelle is nur hinne blöd, vorne geht’s.“ Das mit vielen regionalen Tischtennis-Assen komplett neu formierte Team des TVL überzeugte beim Start in die neue Spielzeit im Duell mit einer routinierten Truppe aus Oberbieber, einem Stadtteil von Neuwied, spielerisch wie auch kämpferisch.
Fünf „Neue“ stehen im sechsköpfigen Kader der Wormser Vorortler – allesamt in der näheren Region beheimatet. Vornweg sorgten Jonas Christmann aus Bechtolsheim, lange Jahre für den Regionalligisten Mainz 05 aktiv, sowie der zehn Jahre für den TV Leiselheim aufschlagende Stephan Kaiser aus Lampertheim bei seinem von den reichlich versammelten Tischtennis-Fans bejubelten Comeback am Leiselheimer Trappenberg, für ein sportliches Highlight nach dem anderen. Christmann mit einer technisch brillanten Leichtigkeit und Kaiser mit krachenden Knalleffekten am Tisch blieben im vorderen Paarkreuz in allen vier Einzeln locker obenauf.
Auch neu im TVL-Dress: Das Rheindürkheimer Abwehrass Max Bury und „Kampfmaschine“ Sebastian Gailing aus Altrip veredelten mit drei Einzelpunkten im zweiten Paarkreuz den 8:2-Heimsieg. Zuvor hatten die beiden Jungspunde Henrik Jung aus Horchheim und der einzig aus der letzten Saison verbliebene Richard Strieder aus Worms im Doppel ihr riesiges Talent für den Umgang mit der kleinen Plastikkugel unter Beweis gestellt. „Youngster wie Richard und Henrik ins Team integrieren und dabei als Absteiger aus der Oberliga doch oben mitmischen“, formulierte Teamchef Thomas Strieder das neue Ziel für die neue Leiselheimer Mannschaft in der neuen Spielzeit. Gegen den VfL Oberbieber gelang diesbezüglich ein erster kleiner, aber feiner Schritt.
Punkte TVL: Jonas Christmann / Richard Strieder, Jonas Christmann (2), Stephan Kaiser (2), Max Bury (2), Sebastian Gailing.