Naturschutzbund NABU weiht Amphibientümpel bei Rheindürkheim ein
Neues Zuhause für Kreuzkröte & Co.
Das Foto zeigt u.a. die glückliche NABU-Familie. 3. v. re. Bürgermeister Kosubek, daneben Bereichsleiterin Zezyk und mit dem weißen T-Shirt NABU-Landesvorsitzender Siegfried Schuch, 4. v.li ist Planer Franz-Otto Brauner.
Die NABU Gruppe Worms-Wonnegau hat jüngst ein neues Laichgewässer für seltene Amphibien bei Rheindürkheim eingeweiht. In Anwesenheit von Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek und Siegfried Schuch, dem 1. Vorsitzenden des NABU-Landesverbandes Rheinland-Pfalz, wurde der ca. 800 qm große Tümpel ganz offiziell den Amphibien „übergeben“. Diese haben ihr neues Zuhause bereits im ersten Frühjahr seines Bestehens für sich entdeckt. „Insbesondere die Kreuzkröte, eine Pionierart, hat sich hier fortgepflanzt“, freut sich Matthias Bösl, einer der Vorsitzenden des NABU Worms-Wonnegau. „Die Jungkröten haben erst vor kurzem ihre Larvenentwicklung im neuen Tümpel abgeschlossen und suchen jetzt die Landlebensräume auf“, erklärt Bösl die vielen kleinen Köten am Uferrand.
In ihrem Bestand bedroht
Die meisten der heimischen Amphibienarten sind inzwischen sehr selten und in ihrem Bestand bedroht. Insbesondere der Mangel an geeigneten Kleingewässern zur Fortpflanzung macht ihnen zu schaffen. Mit dem neuen Tümpel will der NABU dieser Not entgegentreten und hofft, dass weitere seltene Arten wie der Kammmolch und die Knoblauchkröte den neuen Standort besiedeln.
Projekt „Lebensader Oberrhein“
Angelegt wurde der Tümpel im Rahmen des Projekts „Lebensader Oberrhein“, ein vom Bund und den Bundesländern am Oberrhein gefördertes Projekt zum Erhalt und Entwicklung der biologischen Vielfalt. Der Oberrhein gilt als einer von bundesweit 30 Hotspots der Biologischen Vielfalt. Im Rahmen des sechsjährigen Projektes „Lebensader Oberrhein – Naturvielfalt von nass bis trocken“, führt der NABU zahlreiche Maßnahmen durch, die der Förderung der Artenvielfalt in verschiedenen Lebensräumen im Hotspot Oberrhein dienen.