Nach großem Erfolg des Fundusverkaufs im Sommer Erweiterung des Angebots um Kostüme und Perücken / Verkauf vom 7. bis 13. November von 10 bis 18 Uhr
Nibelungen-Festspiele bieten Requisiten und Kostüme zum Verkauf an
Ähnlich wie die beiden Wehrtürme im Sommer, werden diesmal auch größere Requisiten und auch Teile des Bühnenbilds angeboten: Das reich dekorierte Quad, mit dem Hagen 2015 in „Gemetzel“ über die Bühne jagte, wird für rund 3.000 Euro zum Verkauf stehen. Foto: Bernward Bertram
Seit über einem Jahrzehnt überzeugen die Nibelungen-Festspiele Theater- und Kulturbegeisterte deutschlandweit mit immer wieder neuen bildgewaltigen Inszenierungen. Dazu tragen vor allem auch die aufwändigen Kostüme und Requisiten bei, die oftmals in Handarbeit gefertigt werden. Vom 7. bis zum 13. November haben Theaterfans die erneute Gelegenheit, ausgewählte Speere, Schilde, Helme oder Fahnen aus der diesjährigen und aus vergangenen Inszenierungen zu erwerben. „Der Requisitenverkauf im Sommer hat gezeigt, wie groß das Interesse an den Festspielen und ihren Ausstattungsstücken ist. Da unsere Lagerkapazitäten beinahe erschöpft sind, werden wir nun auch Kostüme und Perücken zum Verkauf anbieten. So erhalten Kostümbegeisterte aber auch Einzelstück-Liebhaber die Chance, etwas Besonderes aus der Welt des Theaters zu erstehen“, so Petra Simon, Künstlerische Betriebsdirektorin der Nibelungen-Festspiele. Neben den Requisiten, Kostümen und Perücken werden vom 7. bis zum 13. November unter anderem auch das Buch „Das Wunder von Worms“ sowie Festspiel-Abendprogramme der vergangenen Jahre angeboten. Von 10 bis 18 Uhr können die genannten Teile dann im künstlerischen Betriebsbüro der Festspiele in der Von-Steuben-Straße 5 begutachtet und erworben werden.
„Einige der Requisiten eignen sich sicher besonders gut als Weihnachtsgeschenk oder als Andenken für Fans der Nibelungen-Festspiele“, so Geschäftsführer Sascha Kaiser: „Über die Kostüme freuen sich wohl besonders Fastnachtsbegeisterte und Teilnehmer oder Besucher von Mittelaltermärkten.“ Petra Simon ergänzt: „Wir haben vor allem mittelalterliche Gewänder sowie Bekleidung im Stil der dreißiger Jahre im Angebot, die aus den Inszenierungen „Das Leben des Siegfried“ und „Jud Süß“ stammen.“ Mitarbeiter des künstlerischen Betriebsbüros haben gemeinsam mit Kostümassistenten, Maskenbildnern und Requisitenmitarbeitern eine Woche lang die Bestände des Lagers geprüft, um dann zu entscheiden, was verkauft werden soll. Neben Gegenständen, wie Schilden, Speeren, Helmen, Särgen oder Fahnen, die zwischen zehn und 200 Euro kosten, werden beispielsweise handgenähte Gewänder im Mittelalterstil oder synthetische sowie Echthaar-Perücken angeboten. Die Gewänder bestehen meist aus mehreren Teilen wie Beinlingen, Hemd, Lederschuhen und Umhang, die zusammen einen Wert von etwa 200 Euro haben. Man kann die Teile dieser Kostüme gemeinsam oder einzeln erwerben.
Daneben stehen auch die überdimensionalen Stühle, auf denen man 2015 an Etzels Hof zu Tisch saß, oder der beeindruckende Totenschädel-Kronleuchter zur Auswahl. Aus der letztjährigen Inszenierung werden die beiden vier Meter hohen Pferdestatuen angeboten, vor denen Markus Majoskwi als Volker von Alzey und Lars Rudolph als Hagen von Tronje ihr Zwiegespräch führten. „Über Preise, Transporte und alle weiteren Details bei solch großen Requisiten würden wir gerne in einem persönlichen Gespräch mit den Interessenten besprechen“, ergänzt Kaiser. Von den Gegenständen, die aufgrund ihrer Größe nicht in der Von-Steuben-Straße gezeigt werden können, liegen Fotografien vor. Bei Interesse kann man diese aber auch gemeinsam mit Mitarbeiterinnen der Nibelungen-Festspiele direkt im Lager anschauen. Wer eine Requisite oder ein Kostüm erwerben möchte, der muss persönlich in der Von-Steuben-Straße 5 vorbeikommen. Alle angebotenen Requisiten und Kostüme sind mit Preisen ausgezeichnet und können vor Ort ausschließlich bar bezahlt werden.