Am Montag öffnete der Wormser Weihnachtsmarkt unter neuem Motto und mit viel Bewährtem
„Nibelungen Weihnacht eine Chance geben“
Der Wormser Weihnachtsmarkt hat bis zum 23. Dezember geöffnet. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Die Musik zur Eröffnung des Wormser Weihnachtsmarktes am Montag um 17 Uhr war mittelalterlich und damit wurde die Richtung aufgezeigt, wohin es mit der vorweihnachtlichen Veranstaltung geht. Noch bis zum 23. Dezember haben die Buden, Stände und Karussells in der Innenstadt geöffnet. Die zwei räumlichen Schwerpunkte sind auf dem Obermarkt und am Römischen Kaiser. Die Kernöffnungszeiten sind von 11 bis 20 Uhr, die späteste Schließzeit ist um 22 Uhr. Insgesamt können sich die Besucher auf rund 50 Buden und Glühweinhütten freuen.
Nibelungen Weihnacht ja oder nein
Vieles an dem Wormser Weihnachtsmarkt ist wie gehabt, vielleicht sogar noch etwas schöner, die Veränderung betrifft in erster Linie die Außendarstellung als „Nibelungen Weihnacht“. Und hieran reiben sich viele Bürger und fragen sich: „Passen die Nibelungen und Weihnachten zusammen?“ Letztlich kann dies nur jeder für sich selbst entscheiden, wie jeder auch für sich beantworten muss, was die heutige Jagd nach Geschenken noch mit dem christlichen Werten der Weihnacht zu tun hat.
In jedem Fall fiel es auch den Rednern an der Eröffnungsfeier am Montag auf der Bühne nicht immer ganz leicht, die Brücke von den Nibelungen zu Weihnachten zu schlagen. So sagte der evangelische Dekan Harald Storch: „So richtig etwas zu tun haben die Nibelungen mit Weihnachten ja nicht, aber es ist ein wichtiges Thema für die Stadt.“ Weiter führte der Dekan aus, dass auch der Adventskranz erst im Jahr 1840 in einem Heim für schwer erziehbare junge Männer in Norddeutschland erfunden wurde.
Oberbürgermeister Michael Kissel fragte rhetorisch zu diesem Thema: „Was liegt näher, als in Worms mit den Nibelungen zu werben?“ Weiter betonte der Stadtchef, dass es sich um einen der schönsten Weihnachtsmärkte in Deutschland handele. Im Weiteren betonte Michael Kissel, dass sich der Markt inzwischen zu einem traditionellen Treffpunkt für Familien, Freundeskreise und Firmenbelegschaften entwickelt habe, die sich dort zu einem Glühwein und Snack treffen.
Für Neues offen sein
Der Vorsitzende des Schaustellerverbandes Wonnegau-Worms, René Bauer, bedankte sich zunächst bei allen an der Gestaltung beteiligten Personen des Weihnachtsmarktes und hob den notwendigen Wandel und die Fortentwicklung solcher Veranstaltungen hervor. “Geben Sie der Nibelungen Weihnacht ein Chance“, forderte er die Bürger auf. Der Markt müsse sich kontinuierlich weiterentwickeln und verbessern, so sein Credo.
Als vorletzter Programmpunkt der Eröffnungsfeier trat Arnulf Kienast als „Der Wormser“ im historischen Kostüm mit Backenbart, Zylinder und silbernem Gehrock auf. In seiner humoristisch gestylten Rede stellte er die Frage: „Ist der Wormser noch bei Trost?“ In seiner Ansprache drehte es sich im Kern darum, was ist „Wormserisch“ und wie aufgeschlossen für Neues sind die Bürger?
Zum Ende der Eröffnung gab es für die zahlreich erschienenen Besucher auf dem Obermarkt noch ein Ansteckherz, dem Symbol der Nibelungen Weihnacht. Den Schlusspunkt setzte die Show der Feuerspucker am Lutherdenkmal, direkt neben der Nibelungenwerkstatt, einer Neuerung bzw. Erweiterung des Weihnachtsmarktes für Kinder.
Abwechslungsreiches Programm
Der Wormser Weihnachtsmarkt bietet bis zum 23. Dezember ein breites, abwechslungsreiches Programm. Fast täglich sind auf der Bühne am Obermarkt Gruppen und Interpreten zu bestaunen. Die Schwerpunkte liegen hier bei Musik- und Tanzdarbietungen. Ein wichtiger Faktor ist, dass die Kinderunterhaltung mit der Nibelungenwerkstatt auf dem Lutherplatz aufgewertet wurde. Hier wird täglich ein Programm in den Bereichen Basteln, Werken und Erzählungen angeboten.
Sehr beliebt sind bei den Bürgern die drei Wechselbuden, in denen fast täglich andere Mieter sind und so für ein breites Programm sorgen. Was leider als großer Magnet fehlt, ist eine Eislaufbahn auf dem Marktplatz.
Immerhin lädt der SSC Trappenberg am 2. Dezember zum „Bedwarmer Cup“ an die Ecke Kämmererstraße/Hafergasse ein, wo eine Art Eisstockbahn entsteht. Trainingsmöglichkeiten für die Teilnehmer bestehen am 1. Dezember ab 17 Uhr.[ngg_images source="galleries" container_ids="1895" display_type="photocrati-nextgen_basic_thumbnails" override_thumbnail_settings="0" thumbnail_width="100" thumbnail_height="75" thumbnail_crop="1" images_per_page="300" number_of_columns="0" ajax_pagination="0" show_all_in_lightbox="0" use_imagebrowser_effect="0" show_slideshow_link="0" slideshow_link_text="[Als Diaschau zeigen]" ngg_triggers_display="never" ngg_proofing_display="0" is_ecommerce_enabled="0" order_by="sortorder" order_direction="ASC" returns="included" maximum_entity_count="500"]