RHEINPROMENADE: Licht- und Klanginstallation „Eindutzend“ eröffnet
Nibelungenschatz zum Erleben
In einem dreistufigen Verfahren aus 25 Wettbewerbsbeiträgen wählte eine Jury die Licht- und Klanginstallation „Eindutzend“ von Birgit Schuh aus, welche nunmehr bewundert werden kann. Foto: Mirco Metzler/Die Knipser
VON MIRCO METZLER Der sagenumwobene Nibelungenschatz, den Hagen im Rhein versenkt haben soll, können Besucher wie Bürger seit Donnerstag als Kunstinstallation am Wormser Rhein sichten. Als multimediale Installation am Rhein erweckt die Künstlerin Birgit Schuh diesen mit den Elementen Wasser und Licht zum Leben.
Die Installation setzt die Erzählung der Nibelungensage in Worms fort, transformiert die Erzählung in die Gegenwart und soll die zwölf Leiterwagen voller Gestein und Gold und das Versenken des Schatzes zeigen. Dabei wird die Installation einen akustisch-visuellen Bogen vom Hagendenkmal zur Nibelungenbrücke schlagen. Birgit Schuhs Entwurf hat nicht nur durch seine Kombination aus Licht- und Klanginstallation überzeugt, sondern auch durch die tiefgehende Auseinandersetzung mit dem Nibelungennarrativ und die damit gelungene Fortsetzung des Nibelungenthemas im Wormser Stadtbild.
Das Gold im Rhein scheint sichtbar zu werden, das Versenken des Schatzes wird mit lautem Platschen hörbar am Rande der Rheinpromenade. Immer zur vollen Stunde ertönt ein Platschen und ein weiterer Goldstreifen kommt hinzu.
Birgit Schuh, die Künstlerin, die das Licht- und Klang-Installation künstlerisch umgesetzt hat, studierte an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, der Hochschule Künste Berlin und der Hochschule für bildende Künste Dresden. Sie kann auf zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland sowie realisierte Kunst im öffentlichen Raum verweisen. Ihre Installation an der Wormser Rheinpromenade wird ab sofort, jeden Tag sichtbar sein – wobei das Kunstwerk einlädt, verschiedene Positionen aufzusuchen, um alle Goldstreifen bestmöglich bestaunen zu können.