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Mo., 21. Oktober 2013, 21:59 Uhr
Oberligist TSG Pfeddersheim kassierte mit 0: 1 gegen Borussia Neunkirchen die erste Heimniederlage / Mittwochabend um 19.30 Uhr Bitburger SWFV-Viertelfinal-Pokalspiel in Zeiskam
Nicht die bessere Mannschaft gewann
Der Torhüter ist bereits geschlagen und wurde von seinem eigenem Mitspieler zu Boden geschickt, doch Unglücksrabe Matthias Lang brachte den Ball aus drei Metern Entfernung nicht im Neunkirchener Tor unter. Foto: Klaus Diehl
VON KLAUS DIEHL In vielen Dingen gibt es immer wieder das erste Mal, sei es positiv oder negativ. Doch die 0:1-Heimniederlage der TSG Pfeddersheim, gegen die mit hohen Ambitionen in die Saison gegangene Borussia aus Neunkirchen, die einst auch schon in der 1. Bundesliga spielte, tat verdammt weh. Besonders dem TSG-Abwehrchef Matthias Lang, dem sieben Minuten vor dem Abpfiff und drei Meter vor dem Tor nach einer gut getimten Hereingabe von Sebastian Schulz der verdiente Ausgleich nicht gelang. Bei allem Mitgefühl für einen tadellosen Sportsmann, der Spieler weiß selbst am besten: Er hätte dieses Tor machen müssen. Doch er traf den Ball nicht richtig, so dass ein Borusse ihn noch vor der Linie wegschießen konnte.
Tragik pur für Matthias Lang, der in der letzten halben Stunde nur noch in vorderster Front agierend, sich in jede Menge Zweikämpfe stürzte, letztlich aber immer wieder – besonders bei hohen Bällen – seinen Meister im Borussen-Torhüter Sebastian Flaus fand. Pfeddersheim kam bereits in der 4. Minute durch einen berechtigten Foulelfmeter in Rückstand: Björn Miehe kam zu spät und konnte den schnellen Jens Kirchen nur noch unfair im Strafraum an einem möglichen Torschuss hindern.
Nun durfte man gespannt sein, wie die Gastgeber dies wegstecken würden. Sie taten es sehr aufopferungsvoll, doch im Abschluss fehlte oftmals die Genauigkeit, das schnellere Agieren und auch das eine oder andere Mal das Glück.
Mit Jonas Frey stand gerade noch ein gelernter Angreifer in vorderster Front, der zu allen Unglück nach einer Grätsche (der Schiedsrichter zeigte nur Gelb) an der rechten Eckfahne noch vor der Pause ausgewechselt werden musste. Dennoch hatten die Gastgeber auch im zweiten Durchgang das Spiel im Griff, mussten aber bei ihrem Einbahnstraßenfußball bei den seltenen, aber gefährlichen Konterangriffen der Saarländer auf der Hut sein. Diese waren sichtlich froh, als der Schiedsrichter abpfiff und so gut wie gar nicht nachspielen ließ.
Zwar zeigte er dem Borussen-Keeper wegen Zeitschindens den gelben Karton, doch dauerte es mindestens zwei Minuten, ehe der indirekte Freistoß von den mit allen Mann im eigenen Strafraum stehenden Gästen, abgeblockt werden konnte. Es sollte am Ende nicht sein, denn bei den etlichen weiteren aussichtsreichen Situationen für ein Tor wurden die Schüsse der Pfeddersheimer entweder abgeblockt oder man zögerte zu lange.
Auch hatte der tüchtige Borussen-Keeper Sebastian Flaus in der einen oder anderen Szene noch das Glück auf seiner Seite. Außer Jonas Frey musste der TSG-Coach Norbert Hess zur Pause auch noch den angeschlagenen Horst Döppel draußen lassen, der einige gute Szenen hatte, aber auch einen Fallrückzieher leider über das Tor setzte.
Mittwochabend, um 19.30 Uhr findet bereits das nächste Bitburger SWFV-Verbandspokalspiel statt
Die TSG Pfeddersheim muss hierbei in der Viertelfinalrunde beim sicherlich unbequemen Verbandsliga-Dritten Jahn Zeiskam antreten. Da auf deren Rasenplatz keine Flutlichtanlage ist, wird die Partie auf dem daneben liegenden Hartplatz ausgetragen. Eine ganz schwere Aufgabe für die Schützlinge von TSG-Coach Norbert Hess.
Für die TSG Pfeddersheim spielten: Thorsten Müller, Yannick Krist, Björn Miehe, Horst Döppel (46. Enis Aztekin), Tobias Klotz, Arijan Berisha, Mathias Tillschneider, Dennis Seyfert (80. Robin Schittenhelm), Jonas Frey (38. Sebastian Schulz).