Mo., 10. Februar 2020, 12:02 Uhr
HSG WORMS: 29:40 gegen Sportfreunde Budenheim verloren
Niederlage im Rheinhessen-Derby
Trainer Marco Tremmel hatte vor dem Tempospiel und dem Kombinationsspiel zwischen Rückraum und Kreis der Sportfreunde Budenheim gewarnt. Doch seine Warnungen wurden nicht gehört. Dementsprechend deutlich verlor die HSG Worms das erste Rheinhessen-Derby im Oberliga-Jahr 2020 mit 29:40 (14:17).
„Die Niederlage ist in Ordnung, gegen den Tabellenzweiten kann man auswärts verlieren“, sagte Marco Tremmel und schob hinterher: „Aber in dieser Deutlichkeit hätte es nicht sein müssen, wenn meine Vorgaben diszipliniert umgesetzt worden wären und jeder Spieler vollen Einsatz gezeigt hätte. Leider war beides nicht der Fall.“
Eine viertel Stunde lang war das Duell zwischen den Wormsern aus dem südlichen Rheinhessen und den Budenheimern aus dem nördlichen Rheinhessen ausgeglichen. Erst beim Spielstand von 11:11 musste die HSG abreißen lassen. Bis dahin konnten die Wormser Drachen die Partie aufgrund einer guten Angriffsleistung ausgeglichen gestalten. Jedoch bereiten bereits zu diesem. frühen Zeitpunkt der Partie die angesprochenen Stärken der Budenheimer Worms massive Probleme. Kevin Knieps und Eike Ringerik bereiten dem Wormser Deckungsverband enorme Probleme am Kreis, Außenspieler Arne Teschner traf aus demTempospiel en Messe. Und als die HSG in der Offensive begann nachzulassen, machte sich das auf der Ergebnistafel bemerkbar. Bis zur Pause erspielten sich die Sportfreunde einen Drei-Tore-Vorsprung (14:17).
Nach dem Seitenwechsel gelang es den HSGlern dann nochmals den Rückstand auf ein Tor zu verkürzen, ehe das Unheil seinen Lauf nahm. Mit jeder Spielminute wurden die Gäste im Angriff ungeduldiger und anfälliger für Fehler.
Budenheim bestrafte das im Stile einer Spitzenmannschaft und deklassierte die HSG in der Schlussviertelstunde. Ein Sinnbild der Probleme ereignete sich um die 45. Spielminute. Ein seltener Ballgewinn wurde leichtfertig vergeben. Anstatt im Gegenstoß den Ball zum freien Mann weiterzuspielen, wurde das Spielgerät leichtfertig aus den Händen geprellt. Anstatt nach Ballverlust zurückzulaufen, überließ man die gegnerische Angriffswelle der sich in Unterzahl befindlichen HSG-Deckung.
„Wenn wir vorne schon Mist bauen, dann erwarte ich zumindest von meinen Spielern, dass sie sofort zurücklaufen und versuchen den Fehler wieder gut zu machen. Gegen Völklingen Daheim bleiben für jeden jetzt drei Wochen Zeit, um über seine eigene Leistung und Einstellung zu reflektieren. Im Training werden wir jetzt noch härter arbeiten, damit wir unsere kleine Negativserie mit der Hilfe unserer Zuschauer wieder stoppen“, sagte Marco Tremmel abschließend.