TSG Pfeddersheim: Nächste Heimniederlage gegen Ahrweiler BC
Niederlage total unnötig
In der Anfangsphase der Partie war Waaris Bhatti kaum zu stoppen. Immer wieder brachte Waaris mit seinen Dribblings und schnellen Läufen die Gästeabwehr schwer durcheinander. Foto: Felix Diehl
Von Marcus Diehl › Wie kann so ein Spiel verloren gehen? Diese Frage stellten sich nicht nur die Pfeddersheimer Fans, sondern auch Trainer Björn Miehe und wahrscheinlich auch die Spieler. In der Kategorie: unnötig, kann die 0:1 Niederlage gegen den Ahrweiler BC eingestuft werden. Trainer Miehe hat eine ganz simple These dazu: „ So ist der Fußball, vorne gehen die Dinger nicht rein und dann helfen wir noch beim Siegtreffer der Gäste kräftig mit.“ In der 71. Minute fällt das goldene Tor für die Gäste. Ein ungenaues Zuspiel im Mittelfeld und Ahrweiler spielt den Ball schnell nach vorne, Defensive der TSG etwas unsortiert und schon knallt es im TSG Kasten. Den ersten Versuch kann Torwart Sören Pätzold zwar noch super abwehren, doch beim Nachschuss von Pascal Rhodmann war Pätzold ohne Abwehrchance.
Chancen selber ein Tor zu erzielen hatte die TSG genug. Schon nach wenigen Minuten wurden mehr Torchancen herausgearbeitet, als letzte Woche in Waldalgesheim über die gesamte Spielzeit. Nach einer Ecke hatten Matthias Tillschneider und Vllaznim Dautaj den Torschrei schon auf den Lippen und eine Minute später bekamen innerhalb weniger Sekunden Sebastian Kaster, Vllaznim Dautaj und Mehmet Yildiz den Ball nicht im gegnerischen Kasten unter.
Die Gäste warfen sich in jeden Ball und blockten jeglichen erfolgreichen Versuch der TSG ab. Pfeddersheim wollte in der Anfangsphase Ahrweiler sprichwörtlich überrennen. Vor allem Waaris Bhatti konnte in seinem Vorwärtsdrang kaum gebremst werden. Als rechter Verteidiger in der Viererkette hatte Bhaatti, bei den Offensiv harmlosen Gästen, viel Platz und Zeit sich immer wieder in der Offensive einzubringen. Als der erste Offensivdrang der TSG etwas abflaute, verflachte die Partie und die ersten Ungenauigkeiten kamen zu tragen. Wenn die Gäste einmal in der gegnerischen Hälfte auftauchten, waren immer die Abspielfehler und Missverständnisse bei der TSG der Auslöser. Die Geschenke dann noch auszunutzen, dafür war Ahrweiler nicht in der Lage. Sie präsentierten sich in der Offensive zu harmlos. Glück hatte die TSG in der 26. Minute. Wieder ein Abspielfehler im Aufbau und Nils Gans konnte seinen Gegenspieler nur mit einem Foul auf dem Weg Richtung Tor aufhalten.
Die Gäste wollten die Rote Karte sehen, doch Christopher Ludwig war noch mit dabei. Keine Notbremse und für Gans nur die Gelbe Karte. Der Freistoß landete im Niemandsland. Das Spiel der TSG wurde immer umständlicher. Vorne standen sich die Stürmer auf dem Fuß, was so nicht geplant war. Trainer Miehe: „ Wir wollten mit zwei Stürmern spielen, Kaster und Dautaj. Die beiden Außen, Schubach und Yildiz sollten, etwas zurückgezogen, unterstützen. Doch zweitweise standen alle vier Offensivkräfte auf einer Linie und haben sich die Räume selber zu gemacht.“ Die guten Gelegenheiten wurden zwar immer weniger, aber es wurden einige hochkarätige herausgespielt. Die beste kurz vor der Halbzeit. Kaster zwang Torhüter Gorr aus zwölf Meter Entfernung zur einer Flugeinlage. Trainer Miehe.
„Wenn in der Anfangsphase uns ein Tor gelungen wäre, hätte dies uns ein Flow wie gegen Mühlheim geben können.“ In der Halbzeit Pause machte die Niederlage von Karbach gegen den Tabellenletzten Eisbachtal die Runde. Mit einem Sieg wäre wieder im Rennen um die Meisterrunde etwas möglich gewesen.
Die Meldung hatte die Beine der TSG Spieler mehr gelähmt, als aufgebaut. Auffällig waren die folgenden vielen Missverständnisse. Durch falsche Laufwege und ungenaue Zuspiele wurden einige guter Konterchancen leichtfertig liegen gelassen. Vor dem Tor wurden die besten Gelegenheiten nicht konsequent genug ausgeführt. Wie bei Matthias Tillschneider. Er befindet sich schon im Strafraum, gute Schussposition, aber der Mut fehlte das Ding abzuschließen. Lieber noch einmal das Abspiel gesucht, Chance vertan. Nach dem Führungstreffer der Gäste ging es mit allen Mann nach vorne.
Die Brechstange brachte nicht mehr den gewünschten Erfolg. Eine ganz bittere Niederlage für die TSG Pfeddersheim. Trainer Björn Miehe: „ Heute hat uns der Mut gefehlt und die letzte Konsequenz. Mit einem Sieg hätten wir noch einmal Druck auf Karbach aufbauen können. Rechnerisch ist noch alles möglich und die Mannschaft wird nach der Pause mit einem neuen Trainer alles versuchen, das unmöglich noch möglich zu machen.
Heute hätten wir einen großen Schritt machen können. Die Niederlage tut doppelt weh. Auch für die Abstiegsrunde wären drei Punkte sehr wichtig gewesen. So konnte Ahrweiler den Rückstand auf vier Punkte verringern. Ich werde jetzt als Trainer wieder zur 2. Mannschaft zurückkehren.“ Nach der Winterpause wird der neue Trainer seine Arbeit aufnehmen. Zwei Spiele stehen für die TSG noch auf dem Programm. Ende Februar bei Schott Mainz und am ersten März Wochenende noch gegen die SF Eisbachtal. Danach geht es mit der Meister- oder der Abstiegsrunde gegen die Vereine aus der Staffel Süd weiter.