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  • Mi., 12. Juni 2013, 10:49 Uhr
    Lebensbedrohliche Knocheneiterung des kleinen Feito aus Angola konnte im Klinikum Worms erfolgreich behandelt werden

    Noch keine 2 Jahre und schon so viel Leid

     

    Der Krieg in Angola und seine brutalen Folgen mit Mangelernährung, fehlender Hygiene wie auch unzureichender medizinischer Versorgung hat schon so manches afrikanische Kind nach Worms geführt, wo im Klinikum Worms die kostenfreie Behandlung der tückischen Osteomyelitis (Knocheneiterung) durchgeführt wurde.

    So kam auch vor wenigen Wochen der kleine Feito Gil Mendes Coxe über die Organisation Friedensdorf aus Angola ins Klinikum. Er ist das bislang jüngste Kind, welches das Friedensdorf für die Behandlung in Worms ausgewählt hatte. Die chronische Eiterung seines Wadenbeines hat nicht nur zu einer grotesken Deformität des rechten Beines geführt, sondern auch sein junges Leben bedroht.

    Aus diesem Grunde wird dem kleinen Kind, das erst im Juli zwei Jahre alte wird, die weite Entfernung von Eltern und Geschwistern und die fremde Umgebung in Deutschland und all die Leiden der medizinischen Behandlung zugemutet - wenn nicht wäre sein Leben aller Wahrscheinlichkeit nach in einem weiteren halben Jahr bereits zu Ende.

    3 Operationen waren nötig
    Feito wird im Team von Ärzten und Schwestern der Kinderklinik und der Unfallchirurgie gemeinsam behandelt. Prof. Dr. Jochen Blum, der unfallchirurgische Chefarzt des Klinikums hat in drei Operationen den defekten Knochen entfernen und den Eiterherd sanieren können, so dass nun die weitere antibiotische Therapie noch erforderlich ist, aber der Junge bereits sehr schnell und stabil genesen ist. Um ein spezielles Titanimplant, welches Prof. Dr. Blum anstelle des zerstörten Wadenbeines implantiert hatte, bildete sich bereits jetzt nach drei Wochen ein neues Wadenbein.

    Dies ist bei so kleinen Kindern aufgrund der hohen Wachstumspotenz der erhaltenen Knochenhaut möglich, bei älteren Kindern und Erwachsen in der Regel nicht. Aber der sympathische Feito darf ja auch mal Glück haben. Dadurch wird er in wenigen Tagen im Friedensdorf in Oberhausen weiter betreut werden können. Zu einigen ambulanten Nachkontrollen werden sich aber Operateur und kleiner Patient immer wieder sehen.

     

     

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