Gelungene Premiere in Hohen-Sülzen: 1. Dreschfest übertrifft alle Erwartungen / Weingut Vollmer erwies sich als toller Gastgeber
Nostalgie gepaart mit Wettkampfatmosphäre
Auf viel Interesse stießen die verschiedenen Vorführungen mit alten Landmaschinen. Foto: Karolina Krüger
VON KAROLINA KRÜGER Schon Dienstag reisten die ersten zum 1. Dreschfest in Hohen-Sülzen an, das sich von Freitag bis Sonntag rund um das Weingut Vollmer erspannte. Eingeladen hatte die Dreschgemeinschaft Hohen-Sülzen unter der Federführung von Christian und Johannes Obenauer und Annika Schaus, die für alle Bulldog-Begeisterte und Fans alter Landmaschinen ein tolles Gesamtpaket geschnürt hatten. Die Versorgung mit leckerem Essen und edlen Weinen übernahm das Weingut Vollmer, das als großer und traditioneller Familienbetrieb eine feine Speisekarte zu bodenständigen Preisen bot. Als gelernte Köchin versorgte Annett Vollmer und ihr Team die vielen, vielen Gäste und Teilnehmer, die bei strahlendem Sommerwetter auf den Hof kamen. Stimmung und Enge wie auf dem Backfischfest herrschte am Samstagabend, als die Band „99KW“ richtig Party machte. Es wurde gemunkelt, dass für das Dreschfest sogar Abenheimer und Heppenheimer ihren Kerwen untreu wurden.
130 Landmaschinen und Trecker vor Ort
Um die 130 alte Landmaschinen und Trecker waren zu sehen, das Fahrerlager voll und für die Neugierigen gab es mit hautnahen Vorführungen immer wieder Streifzüge durch die rasante Entwicklung der Landmaschinen im 20. Jahrhundert. Das Dreschen von Hand zeigten gekonnt die Westhofener der Weinbachdynastie. Immer im Rhythmus in 5er-, 6er- oder 7er-Gruppen schwangen sie den Dreschflegel. Die weiteste bekannte Anfahrt hatte ein eidgenössischer Treckerfreund auf sich genommen und war mit seinem Gefährt zum Fest getuckert. Der kleine Vergnügungspark fand genauso Anklang, wie der kurbelbetriebene Maiskolbenrebler, der für die Kinder zum selbst Ausprobieren bereit stand. Der Sonntag brachte mit dem Glühkopfbulldogwettheizen noch Wettkampfstimmung auf den Hof. Sechs alte Lanz Bulldog wurden mit Heizlampen temperiert, bis die erste Verpuffung den Motor antrieb. Eine Ehrenrunde durch den Ort folgte und im Anschluss die Siegerehrung, bei der Sebastian Marhofer mit seinem 5 Liter Hubraum Lanz den ersten Preis bekam. Das setzte einen schönen Schlusspunkt unter eine gelungene Premiere, die erst in den frühen Morgenstunden ausklang.