
Ein tragischer Unfall oder ein schlimmer Notfall - da braucht es nicht nur Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr. Das Team der Psychosozialen Notfallversorgung betreut rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr Menschen in den schwierigsten Stunden im Leben.
Die rein ehrenamtliche Fachdienstgruppe Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) des DRK in Worms engagiert sich in enger Kooperation mit der protestantischen Kirche, der katholischen Kirche und dem Arbeiter Samariter Bund in der 1997 gegründeten Notfallseelsorge und in der Krisenintervention.
Hierzu absolvierten fünf erfahrene Helfer des DRK-Kreisverbandes Worms in 80 Unterrichtseinheiten erfolgreich die Ausbildung zur Psychosozialen Notfallversorgung unter Leitung der Psychotherapeutin Ingeborg Schaumann, Pfarrer Karl-Ludwig Hauth und Vorsitzenden Michael Feneis vom Förderverein Erweiterter Rettungsdienst in Grünstadt.
Hierzu wurden die Grundkenntnisse der Psychotraumatologie und Notfall-Psychologie, Trauer und Trauerreaktionen, sowie die qualifizierte Unterstützung in der Akutphase beim Verlust eines nahen Angehörigen oder Kollegen gelehrt. Weitere Ausbildungsgebiete sind unter anderem die Übermittlung von Todesnachrichten, Notfällen mit Kindern, Suizidalität oder auch die Krisenintervention nach Überfällen und Gewalttaten.
Teamleiter Markus Hieronymus (DKR) lobte seine Helfer für das Engagement und die erfolgreiche Ausbildung, welche sich über 5 Wochenenden im Jahr verteilt in den Räumlichkeiten des Kreiskrankenhauses Grünstadt stattfand. Der 42jährige würde sich freuen, wenn weitere Frauen und Männer unabhängig ihrer Religion Interesse und Zeit hätten, sich fortzubilden und mit Ihrer Lebenserfahrung Menschen in einem engagierten Team, in Notlagen zur Seite zu stehen.
Die Ausbildungstermine für 2018 stehen bereits fest und Interessierte im Alter von 23 bis 65 Jahren dürfen sich gerne für ein Vorgespräch an den DRK-Kreisverband Worms wenden.
Als weiterer Höhepunkt für das neue Jahr berichtet Hieronymus, dass ein neues Einsatzfahrzeug für den Bereitschaftsdienst angeschafft werden soll. Da im Rahmen der Psychosozialen Notfallversorgung wie vielfach geglaubt, keine staatlichen Mittel gibt und auch von den Krankenkassen keine Gelder bezogen werden können, ist zur Finanzierung des Projektes eine große Spendenaktion angelaufen.
Fragen zum Spendenaufruf oder zur Mitarbeit beantworten die Retter für die Seele gerne unter Telefon 06241/40 07 - 723 oder per E-Mail an psnv@drk-worms.de
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