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  • Do., 05. September 2019, 11:28 Uhr
    Reitturnier des Reit- und Fahrverein Abenheim: Weit über hundert Springreiter nehmen 2019 Abenheimer Parcours unter die Hufe

    Null Fehler als edles Ziel

    Martin Schneberger (RV Jäger aus Kurpfalz) schnappte sich den Sieg in der Springprüfung der Klasse L auf „Concera“ im Stechen mit 32,47 Sekunden. Foto: Felix Diehl


    VON JÜRGEN JAAP | Fällt die Stange? Fällt sie nicht? Reicht die Zeit? Reicht sie nicht? Könnte jemand noch schneller durch den Parcours reiten? Langen die erzielten Punkte oder langen sie nicht? Bange Fragen, die Springreiter bei der Ausübung ihres Sports begleiten. Fragen, die beim Reitturnier des Reit- und Fahrverein Abenheim 2019 in 17 Wettbewerben des Springreitens eine Antwort erhielten.

    Über 120 Reiterinnen, Reiter und ihre Pferde probierten sich zwei Tage lang am von Parcourschef Hartmut Spritzer gesetzten Hindernis-Parcours. „Neun Sprünge, schon anspruchsvoll, aber machbar“, wertete Lara-Luise Lösch die Aufgaben an die Duos aus Mensch und Tier. Die 19-jährige Springreiterin des Turnier-Gastgebers RFV Worms-Abenheim bewältigte die neun Sprünge im Sattel des Oldenburger Springpferdes „Chaccogranulito“ ohne Fehlerpunkte. In der Prüfung der Klasse A bedeutete dies bei 7,40 Punkten den zweiten Rang hinter Isabell Muskopf (Wiesbadener RFC) und „Dacordia“.

    Hohe Sprünge bei heißen Temperaturen
    Die spannenden und spektakulären Spring-Prüfungen lockten viele Sportler und zahlreiche Zuschauer aus der näheren Umgebung des Weinortes auf die schön gelegene Reitsport-Anlage im Wormser Stadtteil. Bereut hat’s sicher keiner, wurde doch an den beiden Tagen des Turnier-Wochenendes toller Sport bei schönstem Wetter und kulinarischen Köstlichkeiten wie Spießbraten und Schafskäse geboten. „Es war zwar heiß, aber es war auch richtig was los“, zeigte sich etwa Sissi Sellmann, die zweite Vorsitzende des RFV, rundum zufrieden mit dem Event. 317 Pferde und 193 Teilnehmer sprechen Bände. Und weil der 27 mal 41 Meter große Hindernis-Parcours vor jedem neuen Wettbewerb frisch gewässert wurde, gab’s für manchen Zwei- und Vierbeiner eine gratis Erfrischung obendrein.

    „Abenheimer Görls“ siegen im Mannschafts-Springen
    Neu war übrigens auch der Mannschafts-Wettbewerb, den die vier „Abenheimer Görls“ Stefanie Heber auf „Hermine“, Michelle Lukas auf „Bolero“, Isabel Faß auf „Donald“ und Emely Diehl auf „Loretto“ mit drei Nullrunden und der schnellsten Gesamtzeit gewannen. Das Konzept des RFV Worms-Abenheim mit seinem Reitturnier nicht auf die ganz großen Höhen der M- oder S-Springen zu setzen, geht auf. „Das ist ein sehr schönes, familiäres und gut organisiertes Reitturnier mit vielen Zuschauern“, lobte etwa Elke Gehrig, eine erfahrene Reiterin und Wettkampf-Richterin aus Weisenheim am Sand, die vielen Helfer des RFV Worms-Abenheim für ihr großes Engagement rund um den Reitsport in der Region. Hohe, weite und spektakuläre Sprünge gab’s dazu, wie etwa von Martin Schneberger (RV Jäger aus Kurpfalz), dem Sieger der Springprüfung der Klasse L auf „Concera“, gleich reihenweise zu bestaunen.

    Nur hauchdünn am Sieg vorbei: Lara-Luise Lösch (RFV Worms-Abenheim) kam zusammen mit ihrem Oldenburger Springpferd „Chaccogranulito“ bei 7,40 Punkten auf den zweiten Rang der Springpferdeprüfung der Klasse A. Foto: Emely Diehl


     
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