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  • Do., 05. September 2013, 22:59 Uhr
    Der Beirat für Migration und Integration macht einen tollen Job, doch ist das Engagement nicht bei allen gleich groß

    Nur 6 von 16

     

    Im vergangen Jahr begeistert eine Tanzgruppe der Sikhs die Wormser Zuschauer beim Fest der Kulturen auf dem Ludwigsplatz. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Es ist die Aufgaben des Beirates für Migration und Integration (BMI) ein Sprachrohr für Zuwanderer zu sein und Brücken zwischen deutscher Mehrheitsgesellschaft und ethnischen Minderheiten zu bauen. Und den Job, den ein Teil der Mitglieder diesbezüglich erledigt, ist klasse. Es wird viel für die Integration und das Zusammenleben der Kulturen in Worms getan. Allen voran ist hier der Vorsitzende Serdar Uzatmaz zu nennen. Doch ziehen leider nicht alle mit. Und so konnten zu der öffentlichen Sitzung am Dienstagabend nur 6 von 16 Mitglieder des BMI im Rathaus begrüßt werden. Wobei die geringe Teilnehmerzahl am Dienstag keine Ausnahme war, sondern schon einige Male beobachtet werden konnte, wenn auch nicht in diesem Ausmaß. Die geringe Beteiligung ärgerte am Dienstag besonders die anwesenden Mitglieder. Die für den ausgeschiedenen Nordine Bourabha nachgerückte Dörthe Kalach-Handjiev nahm hier kein Blatt vor den Mund: "Es macht mich traurig, wenn ich hier immer nur die selben Leute sehe." Mit eindringlichen Worten forderte sie, alle Mitglieder des BMI nochmals anzusprechen und ihnen zu sagen, wie wichtig die Arbeit und die Brückenfunktion ist. BMI-Mitglied Carlo Riva sagte dazu: „Wir haben Mitglieder, die haben sich wählen lassen, aber tun nichts mehr, selbst auf Anrufe oder E-Mails reagieren sie nicht." Serdar Uzatmaz fügte an, dass er keine großen Hoffnungen mehr habe, alle Mitglieder des amtierenden BMI noch zu aktiveren. Er setze aber darauf, dass die Wahlen im nächsten Jahr neuen Schwung bringen. Auch müsse man die Kandidaten im Vorfeld besser informieren, was auf sie zukommen und was von ihnen erwartet wird.

    Wären zwei Jahre besser?
    Als Einwand für die geringe Beteiligung wurde vorgebracht, dass dem BMI die Kompetenz für wirkliche Entscheidungen fehle, manches Mitglied daher vielleicht den Sinn in der Arbeit anzweifle. Wobei hier das Gegenargument gilt, es fehlt zwar die Entscheidungsbefugnis, die in Worms ausschließlich beim Stadtrat liegt, aber gleiches gilt für Seniorenbeirat und Jugendparlament. Doch schaffte es gerade der Seniorenbeirat unter Heiner Boegler für seine Themen eine Öffentlichkeit herzustellen, sie damit in den Fokus der Diskussion zu rücken und so für Abhilfe zu sorgen. Angeregt wurde am Dienstagabend auch, die Wahlperiode des BMI von fünf auf zwei Jahre zu reduzieren, damit die Zeit in der jemand Freizeit opfern und sich engagieren muss, nicht zu lang ist. Das Wormser Jugendparlament ist übrigens nur für zwei Jahre gewählt.

    Existenzgründungsberater für Migranten
    Als Gast im BMI konnte am Dienstag Fuat Demir begrüßt werden. Er bemängelte in einem Vortrag die schlechte Situation für Migranten, die sich selbstständig machen wollen oder bereits ein Geschäft gegründet haben, aber zur erfolgreichen Fortführung Unterstützung brauchen. Hier würden in Worms große Chancen vertan. Fuat Demir sagte abschließend: ”Die Menschen müssen sich in Worms gut aufgehoben fühlen!” Carlo Riva erläuterte hier, es gäbe bei der städtischen Wirtschaftsförderung um Volker Roth bereits solch eine Anlaufstelle für Migranten, doch sei diese zu wenig bekannt. der Ausschuss beschloss daraufhin, Volker Roth auf die nächste Sitzung des BMI einzuladen, um nähere Informationen zu erhalten

    Fest der Kulturen am 21. September
    Abschließend wurde die Teilnahme des BMI am Fest der Kulturen organisiert, das am 21. September auf dem Ludwigsplatz gefeiert wird. Jahr für Jahr erfreut sich diese Veranstaltung größerer Beleibtheit und hat inzwischen den Charakter eines fröhlichen Volksfestes angenommen, das mit kulinarischen Köstlichkeiten aus vielen Ländern und Show-Einlagen auf der Bühne lockt.

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