
Was ein Friedhofsmitarbeiter eigentlich macht, weiß Jana Hoffmann jetzt ganz genau: Beim bundesweiten „Girls‘ Day“ hospitierte die Elfjährige einen Tag lang auf dem städtischen Hauptfriedhof. Denn auch im städtischen Konzern ist der Mädchen-Zukunftstag, besser bekannt als „Girls‘ Day“, wie bei zahlreicen anderen Unternehmen und Einrichtungen der Region, zu einer guten Tradition geworden. Doch was bewegt ein elfjähriges Mädchen dazu, einen Tag auf dem Friedhof zu verbringen? „Eine Freundin hat mir gesagt, dass das cool ist“, erklärte sie frei heraus. Und tatsächlich, Jana fand großen Gefallen an der Arbeit auf dem Friedhof, erhielt von Friedhofleiter Michael Kruse eine Führung über das mehr als sieben Hektar große Areal, inklusive Kühlraum. Doch auch davon ließ sich die Schüler der Realschule plus in Hamm nicht abschrecken. „Aufregend“ beschrieb sie ihren Besuch des Kühlraums. Und auch auf einem abgeräumten Gräberfeld durfte sie mit anpacken und Stiefmütterchen ausgraben.
Dezernent Uwe Franz und Betriebsleiter Ralf-Quirin Heinz begrüßten die junge Praktikantin: „Wir freuen uns natürlich sehr, wenn wir auch Mädchen für solche Berufe begeistern können, denn gerade im Bestattungswesen sind Frauen rar“, erklärte der Dezernent. Jana könnte eine potenzielle Kandidatin sein, denn sie wird ihren Praktikumstag auf dem Friedhof sicher in guter Erinnerung behalten.
Einen Beruf an der frischen Luft wollten auch Laura Blochmann von der Nelly-Sachs-IGS, Ines Reinemuth von der Westend-Realschule plus und Sissi Anwar aus Ludwigshafen kennenlernen. Sie hatten sich für einen Tag bei der Abteilung Stadtvermessung und Geoinformationen entschieden. Nach einer Begrüßung und drei Kurzfilmen über das Berufsbild ging es auch schon in den Außendienst. Bei einem kleinen Messprojekt durften die drei Mädchen die Vermessungsgeräte bedienen und damit die Topografie aufmessen, die anschließend in der digitalen Stadtgrundkarte dargestellt wird. „Fehlen darf bei der Messung auf keinen Fall der GPS-Empfänger, weil die Vermessung ohne Satellitennavigation heute undenkbar ist“, berichtet Laura Blochmann, was sie gelernt hat. Zurück im Rathaus, gab Matthias Fetsch den Mädels einen Einblick in das Kartenwerk und in die Geodaten der Abteilung.
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