„Theater im Museumshof“: „Seit‘ an Seit‘“ feiert am heutigen Samstag um 19 Uhr Premiere an der Turbinenhalle
Zeitreise durch die Wormser Geschichte vor 100 Jahren
Die Schauspieler trotzen dem Wetter und bereiten sich auf die Aufführungen vor.
Am ersten Proben-Wochenende Ende Mai mag sich so manch einer gewundert haben, was sich vor der Turbinenhalle in der Klosterstraße tat. Kreideskizzen entstanden vor dem Eingangsbereich, Bänke, Stühle und Tische markieren Bühne und Zuschauerbereich. Ein neuer Spielort für die Freilichtbühne „Theater im Museumshof“ entsteht.
Das mehr als 60-köpfige Ensemble um die Leiterin Kirsten Zeiser befindet sich auf der Zielgeraden zur Premiere des neuen Stückes „Seit‘ an Seit‘“, das am Samstag, dem 9. Juni, um 19 Uhr, vor der Turbinenhalle Premiere haben wird.
Das Wetter wird toll, aber 10 Grad weniger wären für das erste Probenwochenende von „Seit’ an Seit’“ ausreichend gewesen, stellt Kirsten Zeiser als Regisseurin des Ensembles fest. Aber die meisten sind schon viele Jahre dabei: organisieren Schattenplätze, Mittags-Buffet und Kostüm-Ausgabe.
Eine echte Belastungsprobe
Allerdings liegt die Spielfläche bis nach 17 Uhr in der prallen Sonne, was am Samstag trotz Zelt und Schirmen zur Belastungsprobe wird. Am Sonntag dann der erste Durchlauf. Blitze zucken ringsum, es tröpfelt immer wieder, aber keiner weicht von seiner Position. Alle wollen sie zum ersten Mal über die Bühne bringen, die Geschichte über die Wormser Leder-Industrie. Zu einzelnen Szenen kommt aus den Reihen des Ensembles selbst schon erster Szenen-Applaus auf: die Kinder haben die Eröffnung nach der Pause toll gemacht und der Kriegsheimkehrer bereitet so manchem Gänsehaut.
Die Zuschauer erleben vor einer original zeitgemäßen Kulisse ein Stück Wormser Geschichte. Ob im Andreasstift, oder in frühen Projekten mit Stationstheater in Worms oder in der KZ-Gedenkstätte Osthofen, historischer Stoff scheint es der Autorin und Regisseurin, angetan zu haben. Augenzwinkernd erzählt sie: „Ja, es mag ein Steckenpferd von mir sein, Zuschauer an besondere Orte in meiner Heimatstadt zu führen und meine Darsteller mit diesem Stoff zu infizieren.“
Wer eine Zeitreise mit dem Ensemble in die Zeit vor 100 Jahren machen möchte sollte im Juni unbedingt den Weg zur Turbinenhalle finden.
Premiere ist am Samstag, dem 9. Juni, auch am Sonntag, dem 10. Juni, wird gespielt, danach ist aus organisatorischen Gründen eine Spielpause. Drei weitere Aufführungen finden dann am 22./23. und 24. Juni statt. Beginn jeweils um 19 Uhr. Parkplatz vor der Turbinenhalle, Klosterstraße 23, 67547 Worms, der Kartenvorverkauf findet beim „Shop am Dom“ (ehemals Neef) am Neumarkt 14, Worms, statt.