Unter der routinierten Leitung der Landesschatzmeisterin Ruth Kapesser wickelte die AFD Worms in großer Geschlossenheit die umfangreiche Tagesordnung ihrer jüngsten Kreismitgliederversammlung ab. Nach der Erledigung verschiedener notwendiger Formalia stellte der Wormser Landtagsabgeordnete und Vorstandsvorsitzende der AFD Worms, Heribert Friedmann, verschiedene - teils vom Landesvorstand zwecks Vereinheitlichung der Satzungen angeregte - Änderungsvorschläge zur Kreissatzung vor, die alle einstimmig beschlossen wurden. Den Bericht des Vorstands über dessen Aktivitäten in der abgelaufenen Amtsperiode teilten sich der Vorstandsvorsitzende Heribert Friedman und sein Stellvertreter Matthias Lehmann. Der AFD Direktkandidat für den Bundestag Lehmann ging dabei vor allem auf den Bundestagswahlkampf ein und bedankte sich bei allen Wahlkampfhelfern, die dazu beigetragen haben, dass die AFD in Worms mit 15 Prozent Zweitstimmen ein deutlich über dem Landesdurchschnitt und dem Bundesdurchschnitt der AFD liegendes Wahlergebnis erzielen konnte. Die anwesenden Mitglieder bedankten sich im Gegenzug mit einem lang anhaltendem Applaus für den unermüdlichen Einsatz ihres Direktkandidaten.
Aufgabenverteilung im Kreisvorstand / Neuwahlen
Bevor die Mitglieder ihren neuen Vorstand wählten, wurde über einen Geschäftsverteilungsplan abgestimmt, in dem die jeweiligen Aufgaben der 13 Vorstandsmitglieder geregelt sind. Einstimmig in ihren Ämtern wurden der Vorstandsvorsitzende Heribert Friedman und sein Stellvertreter Matthias Lehmann bestätigt. Das vakant gewordene Amt des Kassierers übernahm Professor Norbert Varnholt, der frühere FDP Fraktionsvorsitende im Wormser Stadtrat.
In weitere neun Stellvertreter- und Beisitzerpositionen wurden teils bisherige, teils neue Vorstandsmitglieder gewählt. Als besonders erfreulich wertete die Versammlung, dass der erst achtzehnjährige Marco Schmidt das wichtige Amt des Beisitzers für „Soziale Medien und Internetauftritt“ wahrnehmen wird. Er soll seine verantwortungsvolle Aufgabe in enger Zusammenarbeit mit dem Beisitzer für Pressearbeit gestalten, der in der nächsten Kreismitgliederversammlung gewählt werden soll.
Scharfe Kritik an „antidemokratischen Aktionen“ des Oberbürgermeisters
„Richtig politisch“ wurde es erst beim Punkt „Sonstiges“. Mit Empörung reagierten die AFD Mitglieder auf die jüngsten Aktionen des Wormser Oberbürgermeisters. Herr Kissel hat kürzlich an alle derzeitigen Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat das Anti-AFD-Pamphlet „Handreichung zum Umgang mit rechtspopulistischen Parteien in Parlamenten und Kommunen“ der „Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin“ verschicken lassen. Diese Aktion des Oberbürgermeisters zeige eine antidemokratische Grundhaltung. Er versuche politisch Andersdenkende zu diffamieren und auszugrenzen. Besonders infam sei es, so der Wormser AFD Vorsitzende Friedmann, dass dieser Ausgrenzungsversuch schon erfolge bevor die Wormser AFD überhaupt ein Kommunalwahlprogramm vorgelegt habe oder eine Kandidatenliste aufgestellt habe. Mit dieser Vorgehensweise habe der Oberbürgermeister die AFD motiviert, unverzüglich mit den Vorbereitungen für den Kommunalwahlkampf zu beginnen. Die Wormser AFD sei zu einer sachbezogenen, konstruktiven Zusammenarbeit mit allen demokratisch gesinnten Mitgliedern des zukünftigen Stadtrats bereit, werde sich aber energisch gegen Diskriminierung jeglicher Art zur Wehr setzen. Ein Oberbürgermeister, der sich mehr als „SPD Parteisoldat“, denn als „Diener aller Wormser Bürgerinnen und Bürger“ betrachte und „durch Diskriminierung und Stigmatisierung politischer Konkurrenten zur Spaltung der Gesellschaft beitrage sowie politisch Andersdenkende in der Stadtverwaltung einzuschüchtern versuche, sei schlecht für das Zusammenleben in unserer Stadt“. Dies gelte unabhängig davon „ob der Oberbürgermeister Kissel, Guth, Horst oder aber Metzler oder sonst wie heiße“, betont die AFD im Hinblick auf die anstehende Neuwahl des Oberbürgermeisters.
Arbeitskreis Kommunalwahlkampf / Offene AFD Kommunalwahllisten
Das frühere Stadtratsmitglied der Grünen, Ludger Sauerborn, das heute Fördermitglied der AFD ist, sieht sich durch das aktuelle Verhalten des Oberbürgermeisters motiviert, die AFD auch im Kommunalwahlkampf tatkräftig zu unterstützen und hat ein dreiseitiges Strategiepapier „Informationen, Gedanken und Anregungen zu den Kommunalwahlen“ verfasst, das zur Einstimmung auf die bevorstehenden Kommunalwahlen an alle AFD Mitglieder noch vor der Mitgliederversammlung verschickt worden war. Die dort gemachten Vorschläge zu den Kommunalwahlen mit „Offenen Listen“ auf denen AFD Mitglieder, Fördermitglieder und Parteilose kandidieren können anzutreten und zur Vorbereitung zeitnah einen Arbeitskreis Kommunalwahlen zu bilden, dem ebenfalls auch Parteilose angehören können, fand breite Zustimmung. Der Arbeitskreis soll einen Vorschlag für ein Kommunalwahlprogramm erarbeiten und einen Listenvorschlag zusammenstellen. Interessenten für die Kandidatur auf der Offenen Liste und/oder der Mitarbeit im kommunalpolitischen Arbeitskreis können sich per Mail an l.sauerborn@gmx.de wenden.
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