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Do., 03. April 2014, 18:37 Uhr
Die Grünen in Horchheim nominieren Richard Grünewald und Ralf Ruff als Spitzen ihrer Liste
„Ökologische wie soziale und wirtschaftlich tragfähige Politik“
Noch nie sahen sich die Grünen in Horchheim so stark aufgestellt wie 2014: Sechs Horchheimerinnen und Horchheimer stellen sich für eine „ebenso ökologische wie soziale und wirtschaftlich tragfähige Politik zur Wahl“, so eine Pressemitteilung der Partei.
Auf Platz eins der grünen Liste kandidiert der Vorsitzende der Wormser Grünen und gebürtige Horchheimer Richard Grünewald. Der gelernte Winzer und studierte Theologe verdeutlicht mit seiner Kandidatur, dass die Grünen in Horchheim „nicht nur mitlaufen, sondern gestalten wollen“.
Auf Platz zwei steht mit Ralf Ruff ein langjähriges Ortsbeiratsmitglied zur Wahl. Er ist Lehrer für Pflegeberufe und legt Wert darauf, mit den anderen Parteien vernünftig zum Wohl der Eisbachtalgemeinde zusammen zu arbeiten.
Auf den weiteren Plätzen treten an: Petra Schmitt, Jonas Reyl, Joachim Ohl und Wilfram Reyl.
Zusammenarbeit mit anderen Parteien angestrebt
Wahlziel der Horcheimer Grünen sei es, ihr letztes Wahlergebnis von 10 Prozent mindestens zu verdoppeln, um künftig langfristig sinnvolle Entscheidungen für Horchheim treffen zu können. Ruff und Grünewald zeigten sich sicher, mit Weitblick und guten Argumenten auch andere Parteien überzeugen zu können und bei Sachthemen gemeinsam eine starke Vertretung für alle Horchheimerinnen und Horchheimer zu bilden.
Ortskerne vor Verödung bewahren
Themen und Arbeitsfelder sehen die sechs grünen Ortsvertreter reichlich: Umfangreichstes Projekt wird der Kampf gegen die zunehmende Verödung der Ortskerne werden. Ein Problem, das nicht nur in Horchheim, sondern auch in vielen anderen Stadtteilen zu beobachten ist: Während an der Rändern neue Baugebiete mit Zuzug von neuen Bürgern entstehen, drohen die Kerne der Dörfer auszusterben und büßen immer mehr an Geschäften, Begegnungsmöglichkeiten und Attraktivität ein.
Wenn im Ortskern Häuser leer stehen oder verfallen, wird daraus langfristig ein Problem für alle Einwohner im Ort. Denn wer will an den Rändern einer Ortschaft wohnen oder dort hinziehen, wenn in der Mitte Verfall droht und Geschäfte kein attraktives Umfeld mehr finden oder gar schließen? Diese Entwicklung ist ebenso sozial bedenklich wie wirtschaftlich gefährlich, denn der Wert von Immobilien wird auch von deren Umfeld bestimmt.
Ökologisch betrachtet zeigt sich daran, wie notwendig es ist, die Innenentwicklung klar vor die Außenentwicklung zu stellen. Denn erst wenn es gelingt, Perspektiven für lebenswerte Ortskerne aufzuzeigen, die nicht überaltern und auch wieder für Familien adäquaten Wohnraum bieten, kann sinnvoll über Neubaugebite nachgedacht werden.
Die Frage, wie ein Ort seinen Kern bewahrt und wieder zum Leben erweckt, wird nicht nur Horchheim künftig noch viele Jahre beschäftigen. Statt schneller oberflächlicher Lösungen regen die Grünen ein gemeinsames Nachdenken aller Gruppierungen und Fraktionen an, um miteinander die Situation zu bewerten und Perspektiven zu entwickeln.
Eisbachrenaturierung und Jugendarbeit
Als weitere Themen sehen die Horchheimer Grünen die Renaturierung des Eisbachs, dessen Bachlauf heute mehr ein gepflasterter Kanal als ein naturnahes Gewässer ist. Eine auch ökologische Aufwertung der Horcheimer Schulhöfe, sowie endlich ein nachhaltiger Ersatz für die betagte Turnhalle, damit dort auch weiterhin Sport- und Jugendarbeit gesichert werden können. Wichtig sind auch Verbesserungen der gänzlich überdimensionierten Planung der kommenden B 47 an der Nikolaus-Ehlen-Siedlung.