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  • Fr., 08. Dezember 2023, 12:54 Uhr
    EVANGELISCHE KIRCHE: Regionales Kirchenparlament tagt in Leiselheim / Klares Bekenntnis für christliche Kitas

    Ökumenische Jugendzentrale in Worms geplant

    Jubilarin Rosemarie Lemke leitet seit 30 Jahren ehrenamtlich und eigenverantwortlich Gottesdienste und wurde hierfür ausgezeichnet. Foto: Dekanat Worms-Wonnegau


    45 Synodale aus 34 Kirchengemeinden des Evangelischen Dekanats Worms-Wonnegau kamen am vergangenen Dienstagabend in Leiselheim zu ihrer halbjährlichen Tagung zusammen. Damit war das Gremium von insgesamt 67 gewählten oder berufenen Vertretern knapp beschlussfähig. Neben dem Dekanatshaushalt stand das Thema Kirchenasyl auf der Agenda, außerdem informierte die Evangelische Jugend über ihre Arbeit im Dekanat.
     
    Haushalt verabschiedet, Kitas im Fokus

    4.724.091 Euro erhält das Dekanat an Zuwendungen seitens der Landeskirche für Gebäude, Personal- und Sachkosten sowie Diakonie und Notfallseelsorge.

    Der größte Anteil, in Summe 3.244.395 Euro, entfällt auf die Trägerschaft der Kindertagesstätten. „Dies zeigt, welch hohe Bedeutung die Evangelische Kirche der frühkindlichen Erziehung zuschreibt“, betont Dekanatspräses Alexander Ebert. Die sinkenden Kirchensteuereinnahmen zwingen zum Sparen und so müsse man sich von Gebäuden trennen, dennoch gebe es seitens der EKHN ein klares Bekenntnis für den Erhalt der Trägerschaft von Kindertagesstätten. Der Haushalt für 2024 mit einem Gesamtvolumen von über 21 Millionen Euro wurde von der Dekanatssynode einstimmig beschlossen.
     
    Evangelische und Katholische Jugend unter einem Dach

    Die erste ökumenische Jugendzentrale in Rheinhessen wird im kommenden Jahr in Worms ihre Türen öffnen. Im Martinushaus am Ludwigsplatz werden die Jugendverbände der Evangelischen und Katholischen Kirche zentral in Worms erreichbar sein.

    „Wir arbeiten schon lange eng zusammen, doch künftig werden wir auch Materialien und personelle Ressourcen gemeinsam nutzen können“, beschreibt Dekanatsjugendreferentin Johanna Claussnitzer-Piel die Vorteile der Kooperation. Der Mietvertrag liegt vor und wird derzeit geprüft. „Wir freuen uns, dass wir die gute ökumenische Arbeit in Worms an dieser Stelle intensivieren könnten“, unterstreicht Dekanatspräses Ebert.
     
    „Ein Modell, das Schule machen könnte“, meint der stellvertretende Dekan Tomas Ludwig. Denn vor dem Hintergrund, dass beide Kirchen von sinkenden Mitgliederzahlen betroffen sind und Gebäude aufgeben müssen, seien auch gemeinsam genutzte Gemeindehäuser denkbar. Umso passender, dass auch der zukünftige Mieter im Erdgeschoss aus dem kirchlichen Umfeld kommt: In die untere Etage wird die mobile Diakonie einziehen.

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