Handball Oberliga Rheinland-Pfalz / Saar Frauen: TG Osthofen gibt Sieg beim Tabellenvorletzten VTV Mundenheim in zweiter Hälfte aus der Hand
Ohne Puste keine Punkte
Die starke Vorstellung von Linksaußen Jasmin Bott mit fünf Treffern änderte nichts daran, dass die TGO-Frauen bei VTV Mundenheim in der Schlussviertelstunde untergingen und letztlich deutlich mit 26:32 unterlagen. Foto: Felix Diehl
Die Folgen der Reisestrapazen von drei Auswärtspartien in Serie? Eine latente Abwehrschwäche ob nachlassender Konzentration? Oder einfach nur eine schlechte Tagesform? Woran es lag, dass die Frauen der TG Osthofen das Handball-Spiel der Oberliga Rheinland-Pfalz / Saar beim Tabellenvorletzten VTV Mundenheim nach einer scheinbar komfortablen 15:11-Führung kurz vor der Pause noch deutlich mit 26:32 (15:13) Toren verloren, konnte Constanze Schnaubelt nicht wirklich exakt deuten. Was die Co-Trainerin der TGO-Frauen aber mit Bestimmtheit sagen konnte, war die Tatsache: „Wir haben in der letzten Viertelstunde des Spiels komplett den Faden verloren.“
Fakt ist jedenfalls: Ab der 29. Minute kassierte die TGO-Abwehr 21 Gegentreffer. Konsequentes Abwehrverhalten sieht anders aus. Da half auch das gewohnt brillante Angriffsspiel von Spielmacherin Mona Schmitt nebst zehn Toren und eine auf der linken Außenbahn stark aufspielende Jasmin Bott (5) nicht viel. Was neben den Löchern in der TGO-Defensive noch hinzukam, waren acht Gegentore vom Siebenmeterpunkt. „Da haben die Schiedsrichter mit zweierlei Maß gemessen“, sah Constanze Schnaubelt ihr Team nicht unbedingt im Abwehrverband härter zugreifend als die Mundenheimer Spielerinnen.
War es bis zur 45. Minute beim Zwischenstand von 22:21 noch eine Partie zweier nahezu gleichwertiger Teams, so baute die TG Osthofen zusehends ab. Besonders bedenklich: In den letzten fünf Spielminuten stellten die Wonnegauerinnen die Gegenwehr nahezu gänzlich ein, was Constanze Schnaubelt zu dem ernüchternden Fazit führte: „Wir haben dieses Spiel völlig unnötig aus der Hand gegeben.“ Zwar haben die TGO-Frauen aktuell noch den neunten Tabellenrang inne, müssen aber sicher in den restlichen drei Saisonspielen volle 60 Minuten statt nur 45 Minuten Gas geben, um das avisierte Saisonziel „einstelliger Tabellenrang“ auch zu untermauern.