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  • Do., 16. April 2015, 08:44 Uhr
    Hartmut Schader und Dieter Kern sind ehrenamtliche Beauftragten für Naturschutz in der Nibelungenstadt

    Ohr und Auge des Naturschutzes

    Hinten, von links: Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek, Angelika Zezyk (Leiterin Bereich 3 – Sicherheit und Ordnung) und Vera Büttner (Untere Naturschutzbehörde) bei der Bestellung der beiden neuen Naturschutzbeauftragten Hartmut Schader und Dieter Kern (vorne, von links).


    Hartmut Schader und Dieter Kern sind die beiden neuen ehrenamtlichen Beauftragten für Naturschutz der Stadt. Hartmut Schader betreut von nun an die Gemarkung Abenheim, Dieter Kern das Eisbachteil mit den Gemarkungen Weinsheim, Horchheim, Wiesoppenheim und Heppenheim. Neuland ist die Aufgabe für Dieter Kern nicht: Zuvor war er bereits für die Gemarkung Abenheim zuständig gewesen. Da sich nun die Gelegenheit geboten hatte, übernahm er gerne eine Gemarkung, die näher an seinem Wohnort liegt.

    Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek bestellte beide Männer nun im Rathaus zu ehrenamtlichen Naturschutzbeauftragten. „Sie bringen beide die notwendige Erfahrung auf dem Gebiet des Naturschutzes mit“, bescheinigte Bürgermeister Kosubek. Dies sei ein wesentlicher Aspekt, denn die Beauftragten hätten eine sehr wichtige Funktion, seien Ohr und Auge des Naturschutzes. Die Tätigkeit sei aufwändig und gleichzeitig äußerst verantwortungsvoll. Beide Beauftragte bringen jedoch einen reichhaltigen Erfahrungsschatz mit. Helmut Schader studierte Landespflege und Landschaftsplanung und arbeitet seither als Kartierer und Biotoppfleger. Seine Schwerpunkte sind der Amphibien- und Reptilienschutz, Tümpelplanung und Auenökologie. Bereits seit dem Jahre 1976 kartiert er auch die Wormser Landschaft, kennt sich also bestens aus mit den geografischen Gegebenheiten. Darüber hinaus arbeitet er in mehreren Naturschutzorganisationen mit.

    Dieter Kern ist pensionierter Lehrer und seit 2001 Mitglied im Nabu. Zu seinen Schwerpunkten gehören die Wartung von Steinkauzröhren, die Wiederansiedlung des Wiedehopfs sowie die Bestückung von Turmstationen mit Nisthilfen für Turmfalken, Fledermäusen und Kleinvögeln.

    Geeignet und ehrenamtlich
    Nach dem Landesnaturschutzgesetz kann die Untere Naturschutzbehörde geeignete Personen als ehrenamtliche Naturschutzbeauftragte bestellen, was die Stadt seit vielen Jahren in Anspruch nimmt.

    Sieben Naturschutzbeauftragte sind nun im Auftrag der Stadt unterwegs, um Natur und Landschaft zu beobachten und der Stadt Veränderungen mitzuteilen, die Bürger über örtliche Maßnahmen zu informieren und das Verständnis für Natur zu wecken. Neu ist die Betreuung des Eisbachgebiets, bisher gab es sechs Beauftragte, die zuständig waren für Herrnsheim, Abendheim, Worms Süd und Rheindürkheim, Pfiffligheim/Hochheim/Leiselheim, Ibersheim und Pfeddersheim.

    „Sie sollten bei Ihrer Tätigkeit insbesondere Augenmerk haben auf Aufgrabungen oder Aufschüttungen in der Landschaft, bauliche Anlagen, Zeltplätze, illegale Müllentsorgung, Veränderungen an Gewässern und weitere Auffälligkeiten“, gab der Bürgermeister den beiden Beauftragten mit auf den Weg. Dankbar sei die Stadt auch für Hinweise auf Auffälligkeiten, die nicht von Menschenhand entstanden seien. Willkommen seien zudem Vorschläge über notwendige Maßnahmen zur Sicherung, Pflege und Entwicklung von Flächen.

    Ansprechpartner für die Naturschutzbeauftragten ist die Untere Naturschutzbehörde.

     

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