Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
Sie sind hier: Startseite » Sport » „Oldie“ gewann seine Einzelpartien!
Di., 24. Januar 2017, 08:06 Uhr
Tischtennis-Herren des TuS Hochheim IV mit 6: 6-Unentschieden bei dem TV Mörstadt III
„Oldie“ gewann seine Einzelpartien!
Mit 78 Jahren immer noch hoch motiviert an der Platte: Werner Ofenloch vom TuS Hochheim.
Zum Saisonauftakt kamen die Tischtennis-Herren des TuS Hochheim IV zu einem 6:6-Unentschieden gegen den TV Mörstadt III. Ein Ergebnis, das weder für Freude noch für Trübsal in den Reihen des C-Ligisten sorgte. Bei diesem also eher unspektakulärem Ereignis ging eine Sache allerdings zu Unrecht etwas unter: Hochheims Oldie Werner Ofenloch gewann beide Einzelpartien.
„An dem Abend war ich gut drauf“, lacht der inzwischen 78-Jährige, der seit vielen Jahrzehnten für Hochheim den Tischtennisschläger schwingt. Seit wann genau, daran kann sich der Linkshänder nicht mehr genau erinnern. „Es sind mindestens 30 Jahre, eher mehr“, bedeuten Zahlen und Jubiläen für den Routinier nicht viel. Andere Dinge haben Bedeutung: „Mir ist wichtig, dass ich an einer Sache Spaß habe.“ Und den hat er beim TuS Hochheim gefunden, wenngleich ein eher unerwarteter Grund mit dafür ausschlaggebend war, dass er überhaupt nach Hochheim kam. „Als ich wieder in Worms zurück war, habe ich einen Verein mit Dusche gesucht.“
Ernsthaft? „Ernsthaft. Das ist kein Witz. Ich hatte zuvor in allen möglichen ollen Hallen gespielt, in denen die Sanitäranlagen nicht passten. Das war im Hochheimer BIZ anders.“ Hinzu kam der Umstand, dass „ich mit Horst Solka, Werner Schäfer und auch Bernd Rauh schon Leute im Verein kannte, mit denen ich gut auskam.“
Ergo: „Ich wusste, dass das alles passen könnte.“ Und wie es passte. Werner Ofenloch wurde nicht nur Mannschaftsführer, sondern war auch jahrelang Abteilungsleiter. Vor allem aber überzeugte er in der Rolle des Sportkameraden. „Er hat das Herz am rechten Fleck“, so TuS-Abteilungschef Edgar Braner: „Wenn man ihn braucht, ist er da. Auf den Werner ist einfach Verlass.“ Und dieser hat nach wie vor einen riesen Spaß an seinem Sport. „Ich habe mit erst kürzlich neue Beläge geholt“, berichtet dieser, der für die kommenden Partien seine Marschrichtung schon ausbaldowert hat.
„Ich werde etwas verhaltener spielen“, gibt er preis, wenngleich er auch zu verstehen gibt: „Das wird mir schwer fallen. Es muss bei mir ein bisschen knallen und fetzen“, lacht er und verabschiedet sich in den Skiurlaub: „Die haben da auch schwarze Pisten…“