Klinikum Worms: Stiftung Kinderkrebsforschung Mainz unterstützt Kinderklinik mit 35.000 Euro zur Finanzierung eines innovativen Beatmungsgeräts
„Optimale Versorgung ist gegeben"
Eva Schillo-Moissiadis, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung „Kinder.Gesundheit.Mainz“ sowie geschäftsführender Vorstand der Stiftung Kinderkrebsforschung Mainz, Chefarzt der Kinderklinik Univ.-Prof. Dr. Markus Knuf; Uni.-Prof. Dr. Fred Zepp, Gründer der Stiftung sowie Bernhard Büttner (Geschäftsführer und Verwaltungsdirektor) bei „Sophie“ und „Eve“.
Von Rudolf Uhrig › Sie heißen „Eve“ und „Sophie“ und es sind keine Patientinnen in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Klinikums Worms, sondern besonders wichtige Beatmungsgeräte, die dort zum Einsatz kommen: „Sophie" bei den kleinen und jüngeren Patienten, „Eve" bei den größeren und älteren.
Die große Herausforderung bei der nicht-invasiven Beatmung von Neu- und Frühgeborenen aber auch bei älteren und größeren Kindern besteht darin, Beatmung und Sauerstoffsättigung möglichst in Echtzeit an die aktuelle Patientensituation anzupassen. Genau das vermögen die beiden Beatmungsgeräte, sogar automatisch. Dank modernster Sensorik erkennen sie sofort, wenn sich Atmung bzw. Sauerstofffraktion verändern und passen die Therapieparameter entsprechend an. Mit integrierter Hochfrequenzoszillation und Atemgasanfeuchtung decken „Eve" und „Sophie" das breite Spektrum der Anforderungen an eine sichere Beatmung ab. Und das ohne notwendige Wechsel des Patientenschlauchsystems.
„Garant für Gesundheit"
„Sophie" ist in der Kinderklinik Worms schön länger im Einsatz, „Eve" konnte jetzt dank der Spende in Höhe von über 35.000 Euro der Stiftung Kinderkrebsforschung Mainz neu angeschafft werden. Dazu waren Prof. Dr. Fred Zepp, Gründer der Stiftung, Vorsitzender des Stiftungsrates sowie ehemalige Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Mainz, und Eva Schillo-Moissiadis, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung „Kinder.Gesundheit.Mainz" sowie geschäftsführender Vorstand der Stiftung Kinderkrebsforschung Mainz, persönlich nach Worms gekommen.
Das Statement zur guten Tat begründet Prof. Dr. Zepp damit: „Prävention ist die originäre Aufgabe der Kinderheilkunde, sie ist unsere Chance zur aktiven Gesundheitsförderung und Garant für Gesundheit und Lebensqualität zukünftiger Generationen“
„Hochmoderne Technologie"
„Mit den Beatmungsgeräten ist eine optimale Versorgung, die weit über die Grundversorgung hinausgeht, gegeben“, sagt der Chefarzt der Kinderklinik, Univ.-Prof. Dr. Markus Knuf, und fügt hinzu: „dass dank dieser hochmodernen Technologie die jungen Patienten besonders schonend beatmet werden, sodass wir insbesondere mögliche gesundheitliche Folgen auf ein Minimum reduzieren.“ „Dass dies nicht grundsätzlich dazugehört“, so Knuf, „ist auf ‚WANZ‘ zurückzuführen. Diese Abkürzung, steht für den Grundsatz der Kostenträger: wirtschaftlich, ausreichend, notwendig und zweckmäßig. Es ist die Definition für den Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherungen die besagt, wie Vertragsärzte ihre Patienten zu behandeln haben. Das WANZ-Kriterium ist entstanden, um die knappen Ressourcen im Gesundheitswesen in einem Solidarmodell gerecht zu verteilen. Was allerdings dazu führen kann, dass gerade bei Fehlen dieser Geräte nicht nur langfristige Beeinträchtigungen ja Schäden beim Patienten auftreten können, die die Krankenkassen weitaus teurer zu stehen kommen.“
Tanja Hammerle und Krankengymnast Stefan Glaser, Leiter der Physikalische Therapie am Klinikum Worms probieren das Therapiesystem „reFit Gamo" natürlich gleich aus.
Spielerisch zur Bewegung Motivieren
Gleichzeitig darf sich die Physikalische Therapie am Klinikum Worms, die unter der Leitung von Krankengymnast Stefan Glaser steht, auf ein weiteres „Gerät“ freuen, das aus einem Start up-Unternehmen hervorging. Viel Spaß und Bewegung ist ab nun für die Patienten der Kinderklinik mit dem neuen Therapiesystem „reFit Gamo" angesagt, dass Kinder und Jugendliche spielerisch zur Bewegung motiviert. Das System besteht aus einem großen Bildschirm mit integrierter Kamera. Mit Hilfe der Kamera kann das Kind in Form eines Avatars mit seinen Bewegungen spannende und lustige Videospiele steuern. Dabei kann das Therapiegerät sehr genau an die therapeutischen Bedürfnisse des jeweiligen Patienten angepasst werden. Auch Kinder, die ihr Bett nicht verlassen können oder im Rollstuhl sitzen, können mittels des auf sie zugeschnittenen Avatars Bewegungsabläufe, Koordination und Gleichgewicht sowie allgemeine Ausdauer trainieren.