Industriegebiet Worms Nord ab dem Sommerfahrplan besser angebunden / Am Backfischfest täglich nach Rheindürkheim
Optimierung beim Busverkehr
Der ÖPNV in Worms wird an zwei Stellen optimiert und das Angebot verbessert. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Die Busverbindungen an den neun Backfischfesttagen erfreuen sich großer Beleibtheit. Besonders die Spätbusse sind an den Wochenenden häufig bis auf den letzten (Steh)platz besetzt. Aber auch unter der Woche nutzen viele Festbesucher die Busse, erlauben sie es doch, auch mal ein Gläschen mehr zu trinken und nicht den Führerschein zu riskieren. Der Haupt- und Finanzausschuss hat jetzt eine Ausweitung des Angebotes in Richtung Rheindürkheim und Ibersheim beschlossen. Dies kostet die Stadt Worms pro Jahr 2.000 Euro. So werden die Busse ab dem Backfischfest 2017 auch an Werktagen in die beiden nördlichen Stadtteile fahren. Es war sogar eine Ausweitung bis in die Verbandsgemeinde Eich geplant, doch lehnte die dortige Verwaltung dies aus Kostengründen ab.
Eine Verbesserung gibt es ab dem Sommerfahrplan im Juni auch bei der Buslinie 406, die in das Industriegebiet Worms Nord führt. Hier wurde der Fahrplan an Werktagen ausgeweitet, sodass Beschäftigte auch zu den teilweise geänderten Schichtzeiten problemlos die Produktionsstätten erreichen können. An Wochenenden fahrt die Linie 406 weiterhin nicht, doch ist die Ausweitung der Fahrzeiten an Werktagen eine weitere Attraktivitätssteigerung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV).
Timo Horst (SPD) regte in der Sitzung an, den ÖPNV generell einmal zu prüfen, ob es nicht Optimierungsmöglichkeiten gibt. Dr. Jürgen Neureuther (FDP) sagte, dass es viele Wünsche bei der Verbesserung des Busverkehrs gebe, aber die Liberalen werden dem nicht zustimmen, wenn dies mit höheren Kosten verbunden sei.
Oberbürgermeister Michael Kissel wies daraufhin, dass die Stadt jetzt schon den ÖPNV mit 2,6 Millionen Euro subventioniere. Für zwei Fahrgäste könne die Stadt keinen riesigen Bus fahren lassen, hier müsse man auch stets die Ausgaben im Kopf haben. Nicht jeder Einzelwunsch der Ortsvorsteher sei realisierbar, zuml die übergeordnete Aufsichts- und Dienstleistungs Direktion (ADD) den ÖPNV nicht als Pflichtausgabe, sondern als freiwillige Leistung einstufe.