Die Frühjahrskonjunkturumfrage der Handwerkskammer Rheinhessen zeigt: Trotz spürbarer wirtschaftlicher Belastungen behauptet sich das Handwerk in der Region auf solidem Niveau. 80,7 Prozent der Betriebe bewerten ihre Geschäftslage als gut oder befriedigend – ein Zeichen bemerkenswerter Stabilität.
„Natürlich spüren wir die Unsicherheiten der aktuellen Zeit“, sagt Anja Obermann, Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer Rheinhessen. „Aber unsere Betriebe zeigen, was sie ausmacht: Widerstandskraft, Anpassungsfähigkeit und ein klarer Blick nach vorn.“
Zwar melden viele Betriebe rückläufige Umsätze und Auftragseingänge – insbesondere im Ausbau- und Bauhauptgewerbe –, gleichzeitig erwarten jedoch 28,5 Prozent der Unternehmen wieder steigende Umsätze. Der Auftragsbestand liegt mit durchschnittlich zehn Wochen auf einem soliden Fundament.
Besonders erfreulich: Die Beschäftigung im Handwerk bleibt stabil. „Unsere Betriebe halten an ihren Fachkräften fest – das ist gelebte Verantwortung“, so Obermann. 74,3 Prozent der Unternehmen planen mit einer konstanten Mitarbeiterzahl, fast 14 Prozent sogar mit Neueinstellungen.
Positive Ausreißer gibt es ebenfalls: Das Gesundheitsgewerbe meldet mit 88,8 Prozent eine so gute Geschäftslage wie seit Jahren nicht mehr. Auch im Kfz-Gewerbe und bei den personenbezogenen Dienstleistungen bleibt die Stimmung überwiegend stabil.
Obermann betont: „Das Handwerk bleibt Rückgrat und Zukunftsmotor der Region – gerade in Zeiten der Transformation.“
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