WORMS: Warum Andreasquartier, Hochstift und ehemaliges Schwesternwohnheim ungeeignet sind
Option für kurzfristige Flüchtlingsunterkünfte?
Schon im Jahr 2015 hatte die Stadt Worms unter anderem geprüft, ob das ehemalige Hochstift als Flüchtlingsunterkunft in Betracht gezogen werden könnte. Foto: Florian Helfert
Von Florian Helfert › Die Stadt sucht Unterkünfte für Flüchtlinge. Doch warum greife sie stattdessen nicht auf leerstehende große Immobilien zurück, fragt ein Leserzuschrift (Name der Redaktion bekannt). Seien Andreasquartier, Hochstift oder etwa das ehemalige Schwesternwohnheim in Herrnsheim nicht besser geeignet als wie am Ende Container oder Turnhallen – zumal unter der Annahme, dass ihre Instandsetzung im Vergleich zu den hohen Mieten auf dem privaten und überhitzten Wohnungsmarkt kostengünstiger ausfallen dürfte?
Dem allerdings widerspricht die Stadtverwaltung auf Nachfrage des Nibelungen Kuriers: Alle genannten Objekte müssten aus baulicher Sicht aufwändig saniert werden, um sie überhaupt als Wohnraum bereitstellen zu können. Weder aus wirtschaftlicher noch aus zeitlicher Sicht seien die Vorschläge praktikabel.
So wurden bereits während der Flüchtlingswelle im Jahre 2015 unter anderem das ehemalige Hochstift oder auch das Andreasquartier als Option geprüft. „Allein den vorgeschriebenen Brandschutz umzusetzen, würde langen Zeit in Anspruch nehmen – die Situation Im Baugewerbe ist nach wie vor angespannt – und wäre auch finanziell nicht darstellbar“, so die städtische Pressesprecherin Angela Zimmermann.
Dies gelte auch für das ehemalige Wohngebäude auf der Herrnsheimer Höhe. Es stehe leer, weil es aus baulicher Sicht nicht mehr bewohnt werden könne und dürfe.