Stefanie Müller leitet seit Februar die Evangelische Sozialstation in Worms
Organisationstalent mit Blick für den Menschen
Stefanie Müller ist seit Februar Pflegedienstleiterin der Evangelischen Sozialstation Worms.
Als „hervorragend strukturiertes Organisationstalent” beschreibt Jörn Berrang vom Evangelischen Stadtkirchenverband (Gesamtgemeinde) in Worms die neue Pflegedienstleiterin der Evangelischen Sozialstation. Vor zwei Monaten hat Stefanie Müller ihr Büro in der Seminariumsgasse bezogen und steuert seitdem die Versorgung der rund 150 Patienten. Dabei liegt ihr die Motivation der Angestellten sehr am Herzen: „Zufriedene Mitarbeiter sind die Grundlage für gute Arbeitsleistungen”, ist die gebürtige Pfälzerin überzeugt. Deshalb beziehe sie die rund 30 Männer und Frauen, die für die Evangelische Sozialstation tätig sind, in viele Entscheidungen ein und lege Wert auf eine wechselseitige Informationskultur.
„Wir müssen wachsen”, lautet eines der Ziele, die sich Stefanie Müller gesetzt hat. „Pflege und Beratung bieten viele Institutionen an, wir wollen den Kunden ein Gesamtpaket bieten”, so der Plan. Überlegungen gehen etwa in die Richtung, einen mobilen Essensservice oder einen Hausnotruf in das Angebot der Sozialstation aufzunehmen. Auch könne man sich vorstellen, das Angebot für die Betreuung von Menschen mit Demenz und der entsprechenden Entlastung ihrer Angehörigen auch für Menschen zu öffnen, die an körperlichen Gebrechen leiden, informiert Müller. Auch die Effizienz von Datenerfassung und Abrechnung will die 49-Jährige optimieren. Mit Hilfe der Smartphones, mit denen die Mitarbeiter bereits ausgestattet sind, sollen Patientendaten bereits unterwegs übermittelt und damit in kürzester Zeit zentral verfügbar sein.
„Bewährtes wird natürlich fortgeführt”, versichert Müller. So unterstützt die Evangelische Sozialstation bereits seit fünf Jahren im Rahmen der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) Patienten und ihre Angehörigen. Die beiden Pflegekräfte, die seitens der Sozialstation im SAPV-Netzwerk Rheinhessen/Pfalz tätig sind, seien so gut ausgelastet, dass man bereits auf der Suche nach weiteren Mitarbeitern sei, so die Pflegedienstleiterin.
Die dreifache Mutter aus Grünstadt ist gelernte Krankenschwester. In Mannheim und Heidelberg absolvierte sie ihre Ausbildung sowie eine Fortbildung zur Lehrerin für Pflegeberufe. Sieben Jahre war sie in Offenbach am Ausbildungsinstitut für Pflegeberufe der städtischen Kliniken tätig, 1999 wechselte sie zur Ökumenischen Sozialstation in Grünstadt. Seit 2011 war sie dort als geschäftsführende Pflegedienstleiterin tätig.