Mo., 18. Mai 2015, 14:56 Uhr
Wormser SPD-Fraktion stellt Antrag / Vororte verstärkt in den stadtplanerischen Fokus zu nehmen
Ortskerne und Brachen lebendig gestalten
Ob Brauereiviertel, Liebenauer Feld oder zum Beispiel der Wormser Einkaufspark (WEP), etliche Brachflächen sind bereits aus dem Wormser Stadtbild verschwunden.
„Mit dem ehemaligen Bundeswehr-Depot geht es aktuell auch in Pfeddersheim zugunsten eines neuen Wohngebiets vorwärts“, freut sich SPD-Fraktionsvorsitzender Timo Horst für die einst freie Reichsstadt. Zugleich darf Worms gespannt auf die Zukunft des Salamander-Geländes oder der Carl-Villinger-Straße blicken.
In einigen Vororten besteht auch der Wunsch einer Entwicklung im innerörtlichen Bereich. „Ob dort Potentiale für Städtebau, Nachverdichtung oder Ortskerngestaltung vorhanden sind, muss allerdings zunächst gepüft werden“ , erläutert Horchheims Ortsvorsteher Volker Janson. Dazu sollen nach Angaben des Neuhausener Ortsvorstehers Uwe Merz die Ortsbeiräte jeweils ein geeignetes Gebiet nennen, gestalterische Ideen sammeln und diese an die Stadtverwaltung weiterleiten. Bei einer gemeinsamen Konferenz von Ortsvorstehern und Vertretern der städtischen Bereiche Planen und Bauen sowie Stadtentwicklung gelte es, die Ideen zu erörtern und auf ihre Umsetzbarkeit zu prüfen. Bei der Umsetzbarkeit sollten zudem entsprechende Fördermittel auf Landes- und Bundesebene Berücksichtigung finden.
„Gerade für die Ortskerne ist es aufgrund bereits bestehender oder zu erwartender Leerstände wichtig, dass unter Teilhabe der Bürger - vergleichbar der Grünen Schiene - planvoll und frühzeitig entgegengewirkt wird“, unterstreichen Karlheinz Henkes und Alfred Haag den erklärten Willen sozialdemokratischer Ortsvorsteher, Einfluss auf einen langfristig positiven Trend der Vororte nehmen zu wollen. Eine Arbeitsgruppe auf städtischer Ebene könne als Plattform für Diskussionsprozesse in den Vororten wirken und dafür Sorge tragen, dass sich die Stadtteile gemeinsam nachhaltig und bedarfsorientiert entwickeln.