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  • Mo., 02. Dezember 2019, 10:10 Uhr
    FUSSBALL B-KLASSE: 4:2-Sieg gegen den FSV Abenheim bei winterlichen Verhältnissen im Sportzentrum Sommerried

    Osthofen entscheidet Gipfeltreffen für sich

    VON ANDREAS BERG | Letzter Spieltag vor der Winterpause und nochmal ein Leckerbissen in der B-Klasse Alzey-Worms Süd. Tabellenführer FSV Osthofen im Derby gegen den FSV aus Abenheim, der mit zwei Spielen weniger auf dem Konto virtuell am nordöstlichen Nachbarn in der Tabelle hätte vorbeiziehen können. Aus der Historie heraus war kein Favorit auszumachen, die letzten 5 Spiele endeten mit einem Unentschieden, sowie jeweils zwei Siegen für den einen bzw. anderen FSV.

    Paukenschlag zum Auftakt
    Die Partie begann mit einem Paukenschlag: Die noch schläfrige Abenheimer Abwehr lässt Goalgetter und Kapitän Pascal Knierim nach einem Angriff über die linke Seite im eigenen Strafraum unbehelligt, der kann sich die Ecke aussuchen: 1:0. (2.) Die ersten Minuten gingen klar an die Heimmannschaft, da sich die Abenheimer Abwehrspieler ein wenig zu weit weg von ihren Kontrahenten bewegten. Danach steigerte sich der Gast jedoch und es entwickelte sich ein munteres Duell mit Angriffsbemühungen auf beiden Seiten. Was fehlte, war aber stets der letzte Pass, so dass Großchancen Mangelware waren. Beispielsweise wurde in der 8. Minute von Gästeseite ein Handelfmeter gefordert, der darauf folgende Schuss aus halbrechter Position wurde jedoch geblockt.

    In der Folgezeit entwickelten vor allem die Osthofener wieder Torgefahr: In der 31. Minute bekommt Muzale den Ball im rechten Abenheimer Strafraum vorgelegt, sein Schuss mit der Pike wird jedoch von Schlussmann Boxheimer glänzend zur Ecke abgewehrt. Wenig später köpft wieder Muzale den Ball nach guter Flanke von Knierim aus aussichtsreicher Position dem Gästekeeper in die Arme. Kurz darauf zieht wieder der heute überragende Knierim in den Strafraum, sieht den freistehenden Hust, der aus kurzer Distanz Boxheimer überwindet, 2:0 (33.). Drei Minuten danach bekommt nach einem Eckball von rechts die Osthofener Abwehr den Ball nicht geklärt, aber Abenheim kann aus mehreren Abschlussversuchen keinen Nutzen ziehen. In der Nachspielzeit kommt der Sehring nach einem Kopfball noch einmal zu einer Möglichkeit, doch Osthofens Materi lenkt den sich langsam, aber gefährlich sich senkenden Ball über die Latte.

    In der zweiten Halbzeit waren 52 Sekunden gespielt, als wieder Knierim mit einer guten Gelegenheit von halbrechts vor dem Abenheimer Tor auftaucht, doch sein Schuss geht knapp am rechten Pfosten vorbei. Abenheim riskiert nun deutlich mehr und erarbeitet sich ein optisches Übergewicht, während die Osthofener bei Kontern, die vor allem über Knierim eingeleitet werden stets Gefahr ausstrahlen. Hust (52.) vergibt eine sehr gute Konterchance frei vor dem Tor kläglich, eine Osthofener Dreifachchance im Abenheimer Strafraum endet mit einem Schuss von Schin knapp über das Gebälk (67.). In der 69. Minute klaut der Osthofener mit der Nummer 14, Knierim, der Abenheimer 14, Weber, den Ball vom Fuß, legt quer auf Hust und der muss nur noch einschieben: 3:0.

    Flut von Karten
    Die Abenheimer geben trotz des hohen Rückstandes nicht auf, und versuchen es nunmehr mit gesteigerter Aggressivität, von der sich das Heimteam anstecken lässt und wiederholt lautstarke Unmutsäußerungen von sich gibt. Eine Flut von gelben Karten auf beiden Seiten ist die Folge. Nach einem Trikotziehen am Abenheimer Weiler im Strafraum (73.) entscheidet der gute Schiedsrichter Frank Roth, der nach eigener Aussage bereits über eine 31-jährige Spielerfahrung verfügt, auf Strafstoß, der von Sehring abgeklärt im 2. Versuch – nach Wiederholung der bereits erfolgreichen Erstausführung - souverän verwandelt wird.
    Schließlich auch Gelb für Heimcoach Kohlmann nach zu starkem Protestieren. Hat sich der Osthofener Coach seit dem 1:0 permanent auf Höhe seiner Abwehrkette aufgehalten, um diese zu organisieren, wird er damit vom Unparteiischen erstmals in dessen Coachingzone zurückbeordert (77.). Kurz darauf wird es nochmal spannend: Ein Flankenball vom rechts kann der völlig freistehende Abenheimer Heimann aus kurzer Distanz in das Osthofener Tor verlängern, 3:2, (79.). Trotz Dauerdruck der Abenheimer sind die Osthofener bei ihren Entlastungen weitaus gefährlicher. Einen starken Schuss des eingewechselten Shiva kann Boxheimer noch um den Pfosten drehen.
    In der Nachspielzeit wird es nochmal turbulent. Nach einer Tätlichkeit von Torwart Boxheimer an den ebenfalls eingewechselten Kojtych sieht Ersterer glatt Rot (94.). Der folgende Abstoß vom Abenheimer Tor landet wieder einmal bei Knierim, der Kojtych frei vor dem Tor bedient und dieser macht keinen Fehler: 4:2 und damit der Endstand einer unterhaltsamen Partie nach 95 Minuten.

    Tänzchen im Mittelkreis
    Während sich die Osthofener Spieler daraufhin im Mittelkreis ein Tänzchen gönnen und „Spitzenreiter“ bzw. „Derbysieger“ skandieren, zeigt sich Trainer Kohlmann zufrieden mit der heute gezeigten Leistung und dem fokussierten Abwehrverhalten seines Teams, weniger jedoch mit den im späteren Verlauf der Partie vergebenen Konterchancen. Nach einer Prognose zu den Meisterschaftskandidaten gefragt, nennt Kohlmann vor allem Leiselheim sowie Monsheim und den heutigen Gegner, verbunden mit der Hoffnung, dass sein Team im weiteren Verlauf dieser Saison die nötige Konstanz entwickelt, um ebenfalls vorne mit dabei zu sein.
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