
Von Marcus Diehl › Auch bei der zweiten Auflage der Rheinland-Pfälzischen Meisterschaften im Padel der Altersklassen Herren 35 und 45 war der TC Bürgerweide der Ausrichter. Schon bei der Premiere im letzten Jahr standen sie als Gastgeber zur Verfügung.
In der Pfrimmparkarena stehen hierfür zwei Courts zur Verfügung. Der TC Bürgerweide sist einer der wenigen Vereinen in Rheinland-Pfalz, die sich der immer beliebter werdenden Trendsportart annehmen. Doch die Tendenz bei den Vereinen geht nach oben. So gibt es in ganz Rheinland-Pfalz mittlerweile dreizehn Plätze. Deutschlandweit steigt die Zahl auf 772.
Der 1. Vorsitzende der Bürgerweide Sascha Kaiser sieht die Entwicklung positiv: „Der Zuspruch ist enorm. Die Nachfrage schießt nach oben. Was natürlich auch in den Mitgliederzahlen zu sehen ist. Unsere zwei Plätze sind die ganze Woche über belegt. Momentan prüfen wir, wie ein dritter Platz zu realisieren ist.“ Der Zuspruch für das Padel könnte viele Gründe haben. Der Spaßfaktor kommt nicht zu kurz und wer sportlich ist, kommt schnell mit der Sportart zurecht. Oder wie ein Teilnehmer als ehemaliger Tennisspieler flapsig anmerkte – Altersgerecht.
Padel ist schnell beschreiben. Es ist eine der am schnellsten wachsenden Sportart der Welt und vereint Tennis und Squash. Gespielt wird im Doppel und, wie beim Squash, dürfen alle vier Wände mitbenutzt werden. Der Ball muss beim Return zuerst den Boden berühren, bevor er eine Wand erreicht. Ansonsten ist vieles aus dem Tennis übernommen. Es wird über ein Netz gespielt, die Zählweise ist die gleiche und wer zuerst zwei Sätze gewonnen hat, gewinnt das Spiel. Das Spielfeld ist kürzer als beim Tennis, die Schläger kleiner und haben keine Bespannung. Ebenso hat der Ball einen kleineren Durchmesser, obwohl sie das gleiche Aussehen haben.
Ein ganz wichtiger Punkt gegenüber dem Tennis: Der Kraftaufwand ist viel geringer. Deshalb ist Padel für Sportler aus anderen Sportarten so interessant. Die Fitness kann mit etwas geringerem Aufwand aufrecht gehalten werden.
Am Samstag stand die Konkurrenz Herren 35 auf dem Programm, ganz im Zeichen der Spieler aus Ludwigshafen. Sie waren im Endspiel unter sich. Nach drei Sätzen holten sich Nils Keil und Thomas Lutz den Titel. Im kleinen Finale waren die Lokalmatadoren Tobias Jordan und Thomas Pätzold dabei. Mit einem souveränen 6:0 und 6:3 konnten sie sich immerhin den Bronzerang sichern.
Am Sonntag bei den Herren 45 zeigte sich Thomas Pätzold erneut im Court. Diesmal zusammen mit Partner Sascha Kaiser. Dabei mussten die beiden im Viertelfinale einen schweren Gang gehen. Es war harte Arbeit, bevor sie sich in drei Sätzen durchsetzen konnten.
So richtig warm gespielt, haben sie im Halbfinale Tim Cecil und Christian Vogel in zwei Sätzen keine Hoffnung gelassen. Im Endspiel warteten mit Nikolai Kugele und Javier Grau-Colom zwei weitere Akteure von der Bürgerweide. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich zahlreiche Zuschauer eingefunden und bekamen ein Spektakel zu sehen. Über zwei Stunden mussten sie warten, bis die Sieger feststanden. Die Spannung war nicht mehr zu überbieten. Jedes Doppel konnte je einen Satz für sich entscheiden. Der entscheidende dritte Satz wurde im Tiebreak ausgetragen. Die Matchbälle wechselten von Paar zu Paar.
Am Ende waren Kugele/Grau-Colom mit 6:4, 4:6 und 7:6, die glücklichen Gewinner. Nichtsdestotrotz gilt Hochachtung vor Thomas Pätzold, der nach seinem dritten Rang vom Vortag noch einen Vizetitel folgen lassen konnte. Die Bronzemedaille sicherten sich Christian Beil und Sascha Merkel.
Das Padel wird seinen Siegeszug weiterhin vorantreiben. Es ist eine Sportart, die für Jedermann-/frau geeignet, erscheint. Sie macht Spaß nicht nur für die Sportler, sondern auch für diejenigen die lieber nur zuschauen. Denn auch der sportliche Wert ist nicht zu unterschätzen.