Teilmaßnahme der Ringanlagen-Sanierung / Vollsperrung der Parkanlage am Lutherring und der Parkbucht Am Bergkloster
Parkanlage am Lutherring wird saniert
Mit Rissen durchzogene Gehwege gehören in der Parkanlage am Lutherring bald der Vergangenheit an. Die komplette Anlage wird saniert und attraktiv gestaltet.
Die Ringanlagen entlang der Stadtmauer bilden die größte zusammenhängende Grünfläche der Innenstadt. Diese Ruhe- und Erholungszonen sind von unschätzbarem Wert, denn sie erschließen touristische Sehenswürdigkeiten „zu Fuß durch zwei Jahrtausende“und sorgen überdies als „grüne Lunge“ für lebenswichtigen Sauerstoff. Nur wenige Städte können in Zentrumslage eine solche „grüne Perlenkette“ vorweisen.
„Die Pflege und der Ausbau unserer Ringanlagen liegt uns daher am Herzen“, sagt Oberbürgermeister Michael Kissel. Die Investitionen der vergangenen Jahre in abwechslungsreiche Pflanzungen und in eine neue Ausstattung mit hochwertigen Bänken, haben sich als sehr positiv für das Erscheinungsbild ausgewirkt. Die Wiederinbetriebnahme der denkmalgeschützten Brunnenanlagen am Willy-Brandt-Ring und am Wergers Eck, sowie die verbesserten Springbrunnen mit ansprechender Beleuchtung in den Abendstunden in der 118er Anlage bilden gartengestalterische Höhepunkte. Besonders die jedes Jahr in neuen Farbkonzepten geplanten und gepflanzten Wechselflorbeete, werden von Gästen der Stadt immer wieder gelobt. Doch in den Ringanlagen gibt es auch noch einiges zu tun, um die grüne Perlenkette zu einer durchgehend attraktiven Grünzone werden zu lassen.
Nach Lutherplatz nun Parkanlage am Lutherring
Nachdem der Lutherplatz erfolgreich saniert worden ist, hat die Stadt nun mit der als Folgemaßnahme festgelegten Sanierung der Parkanlage am Lutherring zwischen Stephansgasse und Andreasstraße begonnen. Dafür werden die Parkanlage und die Parkbucht Am Bergkloster während der Bauzeit voll gesperrt. Zunächst rodet eine beauftragte Firma der unter artenschutzrechtlichen Aspekten geprüften und freigegebenen Bepflanzung entlang der Stadtmauer, um eine Kampfmittelsondierung vorzubereiten – immerhin ist die Innenstadt im Zweiten Weltkrieg zweimal massiv bombardiert worden, so dass das Gelände auf etwaige Überbleibsel im Erdreich sorgfältig überprüft werden kann. Im Anschluss beginnen die notwendigen Abbrucharbeiten, die voraussichtlich Anfang nächster Woche beginnen werden. Erst hiernach kann die Parkanlage neu gestaltet werden.
„Die vielfach geflickten Asphaltwege aus den 70iger Jahren mit ihren einfachen und wenig tragfähigen Bitumendecken sind deutlich in die Jahre gekommen. Mit davon betroffen sind auch die Stufen- und Treppenanlagen sowie die Trockenmauern“, erläutert Baudezernent Uwe Franz, dessen Verwaltung das von den städtischen Gremien mehrheitlich beschlossene Konzept erarbeitet hatte. Demnach wird der obere Weg im Bereich der Stadtmauer mit Natursteinpflaster und im weiteren Verlauf in Betonpflaster befestigt. In der unteren Anlage werden die Platzflächen mit Natursteinpflaster gestaltet und die Wegeverbindungen wassergebunden hergestellt. Erneuert werden auch alle Natursteinmauern, die Treppenanlagen mit Handläufen sowie Bänke und Papierkörbe.
Erheblich verbesserte Attraktivität
Um die Pflege der Anlage für die Gärtner zu erleichtern, werden neue Wasserleitungen verlegt und mit Zapfstellen ausgerüstet. Zum Abschluss wird der Bereich vor der Stadtmauer neu bepflanzt. Während der Bauarbeiten in der Parkanlage am Lutherring und der Sperrung des Geländes müssen Passanten die gegenüberliegende Straßenseite benutzen. Sofern die Witterung mitspielt, soll die Parkanlage am Lutherring bis Jahresende fertiggestellt sein. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 633.000 Euro. „Die Lebensdauer und Attraktivität der Anlage wird erheblich verbessert und die Nutzbarkeit der Wege bei Schlechtwetterphasen deutlich erhöht. Zudem werden wir Kosten in der Unterhaltung einsparen“, erklärt Uwe Franz.