„Woher kommen die Kosten", fragte CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Klaus Karlin, um sodann auf die hohe Qualität des künftigen Parkhauses hinzuweisen. „In dieser Qualität ist ein Parkhaus nicht günstiger zu erhalten", betonte auch Mathias Englert für die Freien Wähler. Danach äußerte Dr. Jürgen Neureuther, dass für die Liberalen ein Verzicht auf eine öffentliche Toilettenanlage nie zur Debatte gestanden habe. „Die geplanten Glaslamellen als Fassade tragen dazu bei, dass sich das Parkhaus harmonisch in das Bebauungsbild vor Ort einfügt", so Dr. Neureuther weiter. Als Fraktionsvorsitzender der SPD lobte Timo Horst, dass die Breite der Stellflächen auf komfortable 2,80 Meter erweitert werde. „Obendrein wird die Ein- und Ausfahrt bequemer werden und das Parkhaus im Inneren ohne Stützen errichtet werden", verwies Horst auf einen bislang kaum beachteten Aspekt. Die Fertigstellung des Parkhauses soll im 1. Quartal 2018 erfolgen.
Kritik der Grünen
„Entgegen protokollierten Zusagen haben wir bis heute keinen Einblick in einen Business-Plan erhalten", bedauerte Richard Grünewald als Fraktionsvorsitzender der Grünen gegenüber der Parkhausbetriebs GmbH. Das Konzept öffentlich bezuschusster Parkplätze sei de facto gescheitert und das Ausmaß der Subvention kritisch zu betrachten. „Die Grundstückspreise in Worms sind zwar weniger hoch wie in Mannheim, allerdings der Baupreis für ein Parkhaus leider nicht – also kann das Parken hier eigentlich kaum günstiger angeboten werden", übte Grünewald Kritik, die ihren Niederschlag auch in den fünf Gegenstimmen der Grünen fand.
Im Ergebnis werden insgesamt 200 Stellplätze für Kurzzeitparker in der Innenstadt entfallen, wobei dem 110 neue Ausweichplätze unter der Woche sowie 195 Plätze an Samstagen gegenüber stehen. An Samstagen werden sowohl die Sparkasse Worms-Alzey-Ried als auch die EWR AG ihre zentral in der Innenstadt gelegenen Stellplätze öffnen. An den Wochenenden und werktags werden im P+R-Haus westlich der Bahn 80 Stellplätze temporär zur Verfügung gestellt werden. Außerdem soll der Weckerlingsplatz für 35 Personenkraftfahrzeuge geöffnet werden.
Für etwa 340 Dauernutzer werden ab September – kostenfrei – an der Prinz-Carl-Anlage und in der Zeit nach dem Backfischfest auf dem Festplatz zusammen über 500 Stellplätze entstehen. Die Stadtverwaltung prüft darüber hinaus, ob und inwieweit jeweils ein Shuttle-Bus als Service eingerichtet werden kann, um die Akzeptanz der Ausweichflächen zu erhöhen.

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