
Die Rheinhessen-Walker konnten bei ihrer Nordic-Walking Veranstaltung „Durch die Rheinauen zum Mennonitendorf Worms-Ibersheim“ am 14. Oktober zum ersten Mal die neuen Nordic-Walkingstöcke ihren Teilnehmern zur Verfügung stellen.
Die Anschaffung der zwanzig Teleskopstöcke wurde möglich durch die Genehmigung des Antrages zur Förderung „Ehrenamtlicher Bürgerprojekte“ der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Rheinhessen.
„Wir freuen uns sehr, dass wir unseren Teilnehmern auf deren Körpergröße passgenau einstellbare Nordic-Walking Stöcke kostenfrei für einen Lauf zur Verfügung stellen können“, so die erste Vorsitzende der Rheinhessen-Walker e.V., Inka Gebhardt. „Dies ist nur möglich geworden durch die Finanzierung über die LEADER-Förderung. Aus eigenen Mitteln hätte der kleine Verein mit nur 18 aktiven Mitgliedern das nicht stemmen können. Dafür bedanken wir uns ganz herzlich“.
Weinregion Rheinhessen näherbringen
Die Rheinhessen-Walker arbeiten ehrenamtlich um Einheimischen und Gästen in ungezwungener Atmosphäre die schöne Weinregion Rheinhessen näher zu bringen. Um das körperliche Wohlbefinden zu steigern finden einmal im Monat, von März bis November, jeweils am zweiten Wochenende eine Walking-und Nordic-Walking Tour an wechselnden Orten in ganz Rheinhessen statt.
Geboten wird ein abwechslungsreiches Programm für alle, denen Sport allein nicht genug ist. Auf den spannenden Touren durch das Hügelland und die Rheinauen führen die speziell ausgebildeten, sportiven Gästeführer ihre Teilnehmer zur Sehenswürdigkeiten und Wahrzeichen der Region sowie zu versteckten Flecken und malerischen Dörfern.
Einkehr beim Winzer
Dabei gibt es auch Informationen zu Kultur-Naturthemen, Weinbau und Geschichte. Die Touren sind für Anfänger und Fortgeschrittenen gleichermaßen geeignet. Tipps zur richtigen Walking- Technik und „zur Belohnung“ eine Einkehr beim Winzer mit einen rheinhessischen Imbiss gehören zum Standard.
Vorletzte Tour bei herrlichem Sonnenschein
Dass die Veranstaltungen sehr beliebt sind zeigte sich auch wieder an der Anzahl von über fünfzig Walkern, die aus allen Teilen Rheinhessens und dem benachbarten Hessen angereist waren. Die interessante Geschichte der Mennoniten, einer evangelischen Freikirche, die auf die Täuferbewegungen der Reformationszeit zurückgeht, erweckte großes Interesse.
Die Kultur-und Weinbotschafterin Traude Ellenberger führte die Gruppe durch das ehemals rein von Mennoniten bewohnte Dorf Ibersheim, das sich seinen ursprünglichen Charakter größtenteils bewahrt hat. Nach der Besichtigung der Kirche ging es unter Leitung der Rheinhessen-Walker zum Rhein.
So nah wie vom Rheinufer in Ibersheim ist das Atomkraftwerk Biblis auch von hessischer Seite kaum zu sehen. Ganz nah liegen hier Technik und eine fast unberührte Landschaft mit Auenwäldchen und Resten der Stromtalwiesen zusammen. Der Weg führte entlang des Rheins auf dem Leinpfad mit herbstlich gefärbten Bäumen und direkt zum Rheinufer.
Durch das Niedrigwasser war es möglich auf dem weichen Sand zu laufen, wo sonst die Wellen des Rheins ans Ufer schlagen. Mit Blick auf das rheinhessische Hügelland führte über den Hochwasserdamm der Weg zurück. Der Abschluss fand im herrschaftlichen Mennonitenhof „Forrerhof“ statt, der unter anderem für seine tollen Kürbisdekoration und seinen wunderschönen Gartenpark bekannt ist.
Die letzte Tour der Rheinhessen-Walker in diesem Jahr ist eine romantische Fackelwanderung, die am Freitag, dem 9. November, in Stadecken-Elsheim stattfindet.
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