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  • Mi., 06. März 2019, 20:18 Uhr
    Öffentlich zugängliche Trinkwasserspender sollen adäquate Wasserversorgung gewährleisten / Umwelt- und klimafreundliche Alternative zu Flaschenwasser / Ergänzung zum Projekt „Refill“

    „Passt gut zum Tourismuskonzept“

    VON STEFFEN HEUMANN Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, ob öffentlich zugängliche Trinkwasseranlagen in ausreichender Anzahl zur Verfügung stehen und im Bedarfsfall die Aufstellung weiterer Anlagen zu planen. Dazu sind folgende Handlungsschritte vorgesehen: 1. Bestandsaufnahme von Trinkwasserspendern, 2. Auswahl geeigneter Stationen für die Installation von Trinkwasserspendern, 3. Ermittlung der Kosten für die Installation von Trinkwasserspendern, 4. Ermittlung der jährlichen Kosten für die Wartung und Instandhaltung, 5. Erweiterung der Aktionskampagne für Leitungswasser. So der Beschlussantrag der Haupt- und Finanzausschusssitzung vom Mittwoch, der einstimmig angenommen wurde.

    „Durch den Beschluss des Konzeptes zur Anpassung an den Klimawandel im Jahr 2016 und der Einstellung einer Klimaschutzmanagerin zur Umsetzung der darin enthaltenen Maßnahmen, hat die Stadt Worms ihre Verpflichtung bekundet, Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit der Wormser Bevölkerung zu ergreifen. Bei zunehmenden Temperaturen in den Sommermonaten ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr wichtig für die Gesundheit. Gerade an heißen Sommertagen kann eine flächendeckende Trinkwasserversorgung in Form von öffentlichen Trinkbrunnen im Stadtgebiet und in den Wormser Naherholungsgebieten wie dem Pfrimmpark oder dem Wäldchen ein wichtiger Baustein sein, um die Menschen mit Flüssigkeit zu versorgen. Eine adäquate Wasserversorgung ist gleichzusetzen mit Lebensqualität, wovon sowohl Touristen, als auch die Wormser Bevölkerung profitieren. Zudem wurde der Zugang zu sauberem Wasser im Jahr 2010 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen als Menschenrecht anerkannt. Auch ermöglichen öffentliche Trinkwasserspender den Menschen das Auffüllen von Mehrwegflaschen, was - getreu dem Motto „auffüllen, statt neu kaufen“ - zu einer verringerten Nutzung von Einwegflaschen führt und damit zum Umweltschutz und zur Schonung von Ressourcen und Energie beiträgt. Leitungswasser bietet damit eine umwelt- und klimafreundliche Alternative zu Flaschenwasser. Insofern ist es wichtig, eine bestimmte Anzahl an öffentlich zugänglichen Trinkwasserspendern zu schaffen und erhalten, sowie Informationen über deren Verfügbarkeit zu streuen. Denkbar sind Anlagen auf hoch frequentierten öffentlichen Plätzen und in öffentlich zugänglichen Gebäuden, wobei auf eine entsprechende Gestaltung der Brunnen geachtet werden sollte. Städtische Trinkwasserbrunnen bieten eine gute Ergänzung zum Projekt „Refill“. Durch das Projekt, bei dem ein kostenloses Auffüllen von Leitungswasser in Restaurants und Geschäften in die mitgebrachte Flasche möglich ist, läuft bereits eine Kampagne für das Trinken von Leitungswasser. Trinkwasserbrunnen sind unabhängig von Öffnungszeiten ergänzen damit die Wormser Refill-Stationen.“

    Neben dieser Begründung erklärte Oberbürgermeister Michael Kissel, dass das Vorhaben gut zum Tourismuskonzept passe. „Viele Kinder wissen gar nicht, dass Leitungswasser zum Trinken dient“, ergänzte Katharina Schmitt (Bündnis90/DieGrünen). Richard Grünewald (Bündnis90/DieGrünen) warf gar die sicher nicht ganz ernst gemeinte Frage auf, ob es künftig einen Trinkwasserbeauftragten geben soll. Für Timo Horst stand im Vordergrund, dass die Trinkwasserspender auch vandalismussicher sein müssten. „Lieder etwas höhere Anschaffungskosten, als ständig Schäden reparieren“, so Horst.

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