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  • Do., 27. Juli 2023, 14:28 Uhr
    PFEDDERSHEIM: Weichen für Freibad gestellt / Erneute Bewerbung um Fördergelder

    Paternusbad bleibt Schwerpunkt

    Paternusbad im Sommer 2023. Foto: Freizeitbetriebe Worms/Nina Hochstrasser


    In wenigen Wochen beginnen im Paternusbad die Arbeiten für den ersten Bauabschnitt und bringen den Umbau der Liegenschaft in ein energetisch optimiertes, barrierefreies Freibad ein Stück näher. Nach dem Pfeddersheimer Markt sollen Bagger anrollen und das neue Hauptgebäude mit Kasse und Sanitärbereich errichtet werden.

    „Das Paternusbad war seit jeher ein attraktives Ziel und wird dies auch wieder sein“, wünscht sich Beigeordneter Timo Horst. Mitarbeiter der Freizeitbetriebe können die entsprechenden Leistungsphasen finalisieren, nachdem mit dem Eingang des endgültigen Förderbescheides zu Jahresbeginn überhaupt erst die Prämissen dafür geschaffen wurden.

    Freibadsaison 2024 erscheint greifbar

    Vorausgesetzt, dass der Bau gemäß Zeitplan fortgesetzt wird, deutet alles darauf hin, dass eine Freibadsaison im Jahr 2024 zumindest in Reichweite kommen könnte. „Es müssen jedoch weitere Voraussetzungen geprüft und erfüllt werden“, dämpft Stadtentwicklungsdezernent Timo Horst allzu hohe Erwartungen. Neben der Frage, ob alle Schäden behoben werden können, müsste der Gesellschafterausschuss weitere Finanzmittel bereitstellen. Auch auf die Hilfe des Fördervereins Paternusbad e.V. und vielen Helfern aus dem Ehrenamt sei man angewiesen.

    Gemeinsamer Konsens angestrebt

    Der zweite Bauabschnitt konzentriert sich auf die technische Erneuerung des Freibades und ist für den Erhalt des Bades unumgänglich. Zugleich ist er erforderlich für die konzeptionelle Neuausrichtung des Schwimmbetriebs. Er umfasst dabei Badeplattform, Schwimmbadtechnik und ein Energiekonzept. Während eine erneute Bewerbung um die Förderung für diesen Bauabschnitt bis September eingereicht werden kann, laufen im Hintergrund seit Monaten konstruktive Gespräche, um doch noch eine weitere, mehrheitlich getragene Planungsvariante miteinzubeziehen.

    Kritikpunkt war zuletzt die ursprünglich eingeplante Beckentiefe von 1,34 Meter. Daraufhin haben die Freizeitbetriebe weitere Varianten erarbeitet, um eine andere Wassertiefe zu ermöglichen. Zuvor hatte man den Schwerpunkt auf ein Lehrangebot gerichtet, um keine Konkurrenz zum Heinrich-Völker-Bad zu schaffen.

    In einer speziell einberufenen öffentlichen Sondersitzung des Sondervermögens Freizeit, zu der Beigeordneter Timo Horst und Ortsvorsteher Jens Thill gemeinsam mit dem Ortsbeirat eingeladen hatten, wurden von Matthias Marhöfer, Inhaber des Architekturbüros BZM, ausführlich drei Varianten präsentiert. Während bei der ersten Version der Schwerpunkt bei einem erhöhten Kursangebot, insbesondere der Wassergewöhnung und Schwimmkurse für Kinder lag, was eine Wassertiefe von bis zu 1,34 Meter voraussetzte, beinhalteten die Nachfolgevarianten wieder einen Schwimmerbereich.

    Nach einer lebhaften Fragerunde mit zahlreichen Zuhörern wurde am Dienstagabend die zweite Variante deutlich befürwortet. Sie ermöglicht einen Badebetrieb für Schwimmer und Nichtschwimmer. Die Wassertiefe für diese Bereiche variiert zwischen 0,60 Meter und 1,80 Meter. Die Wasserfläche wird jedoch aus finanziellen Gründen auf etwa 649 m² reduziert. Dafür ist aber eine Breitwasserrutsche als zusätzliche Attraktion vorgesehen. Planschbecken und Wasserspielplatz mit Schiffchenkanal runden das Angebot ab.

    Weiterer Verlauf

    All dies erfordert jedoch erhebliche Finanzmittel, die weder von den Freizeitbetrieben noch von der Stadt allein getragen werden können. Da die Bewerbung um Fördergelder im seit Mitte Juni veröffentlichten Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ mitunter Jahre dauern kann und die Aussicht auf Erfolg nicht planbar ist, prüft die Stadt derzeit erneut die Option einer technischen Instandsetzung als Interimsmaßnahme.

    Die erneute Interessensbekundung der Stadt Worms und die Bewerbung an dem Bundesprogramm wird bis September 2023 mit dem neuen Freibadkonzept erfolgen.

    So könnte das Paternusbad künftig aussehen. Foto: BZM ARCHITEKTEN Wiesbaden

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