Darmkrebs: WoGe und Klinikum begleiten Patienten von Diagnose bis Nachsorge / Umfassendes Therapiekonzept
Patienten nicht alleine lassen
Hier werden Betreuung und Therapie aus einer Hand geboten. Ben Pakalski/Klinikum Worms
Darmkrebs ist die dritthäufigste Krebserkrankung in Deutschland. Sie betrifft sowohl Männer als auch Frauen und tritt vermehrt ab dem 50. Lebensjahr auf. Um Darmkrebspatienten in Worms und Umgebung die für sie bestmögliche Behandlung aus einer Hand zukommen zu lassen, haben das Wormser Klinikum und das Wormser Gesundheitsnetz (WoGe) ein umfassendes Therapiekonzept entwickelt, das eine intensive Betreuung aus einer Hand ermöglicht.
„Unser zertifiziertes Darmkrebszentrum existiert ja bereits seit einiger Zeit“, erklärt Klinikum-Chefarzt PD Dr. Markus Hirschburger, der Leiter des Darmkrebszentrums ist. „Uns ist es sehr wichtig, dass unsere Patienten vom Zeitpunkt der Diagnose bis hin zur Nachbetreuung in einem eng aufeinander abgestimmten Spezialistennetzwerk betreut werden. Deswegen haben wir unsere Zusammenarbeit in den letzten Monaten nochmals intensiviert und um neue Angebote wie beispielsweise OnkoSport oder Achtsamkeitstraining ergänzt.“
Sektorenübergreifende Verzahnung
Wie die Patienten von einer solchen sektorenübergreifenden Verzahnung und dem engen Austausch zwischen niedergelassenen Medizinern und Klinikärzten profitieren, erklärt WoGe-Geschäftsführerin Birgit Sattler: „Das fängt bereits damit an, dass der niedergelassene Haus- oder Facharzt den Kontakt ins Krankenhaus vermittelt. Bereits während des stationären Aufenthalts bieten wir eine Betreuung durch unsere Ernährungsberatung und den Sozialdienst des Klinikums an. Sollte es notwendig sein, vermitteln wir außerdem Ansprechpartner für eine psychologische Beratung oder eine Beratung zur Stomatherapie.“ Auch der Nachsorge wird ein wichtiger Stellenwert zugeschrieben, wie Sattler betont: „Von Seiten der WoGe bieten wir eine anschließende Ernährungs- und Bewegungstherapie sowie ein Achtsamkeitstraining – das auch von Angehörigen in Anspruch genommen werden kann – an. Von Seiten des Klinikums werden alle Schritte für die Anschlussheilbehandlung nahtlos in die Wege geleitet. Außerdem werden Kontakte zur ambulanten Stomasprechstunde oder die Selbsthilfegruppe vermittelt.“
Der Patient muss sich also nicht selbst um diese Hilfsangebote kümmern, sondern ist in ein patientenzentriertes umfassendes Therapieangebot eingebunden. „Dadurch weiß jeder Behandler auch in welcher Therapiephase sich sein Patient aktuell befindet, da die beteiligten Partner im engen Austausch stehen“, ergänzt Hirschburger. „Für den Patienten bedeutet dies, dass er sich voll und ganz darauf konzentrieren kann, wieder gesund zu werden. Um alles andere kümmern wir uns.“