SPD OSTHOFEN: Bestätigung mit großem Rückhalt / ,,Musik & Politik“ am 28. August ab 19 Uhr an der kleinen Kirche
Patricia Seelig weiter an der Parteispitze
Vorne von links: Anja Lott, Barbara Veith, Patricia Seelig, Ruth Überall. Hinten von links: Bernd Bänfer, Wolfgang Wendling, Cihan Ölmez und SPD-Unterbezirksvorsitzender Christian Wertke.
Die SPD Osthofen hat einen neuen Vorstand gewählt. Die Vorsitzende Patricia Seelig wurde von den Genoss:innen mit großem Rückhalt im Amt bestätigt. Zur Seite stehen ihr Cihan Ölmez und Ruth Überall als stellvertretende Vorsitzende, Anja Lott als Schriftführerin und Bernd Bänfer, der weiterhin Kassierer der Partei sein wird. Komplettiert wird der Vorstand durch Wolfgang Wendling und Barbara Veith. ,,Ich bin sehr dankbar um das Vertrauen und blicke voller Tatendrang in die kommenden zwei Jahre. Die SPD wird nach der Corona-Zwangspause in verschiedenen Formaten den engen Austausch mit den Bürgern suchen. Wir möchten zuhören und Osthofen gemeinsam mit den Menschen weiter nach vorne bringen“, erklärte Seelig nach ihrer Wahl. Die erste Gelegenheit hierzu bietet das Sommerfest unter dem Motto ,,Musik & Politik“. Am 28. August sind alle Bürger und ab 19 Uhr am Platz an der kleinen Kirche bei Wein und Live-Musik herzlich eingeladen. Zu Beginn der Veranstaltung werden Bundestagskandidat David Maier gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten Kathrin Anklam-Trapp und der Vorsitzenden Patricia Seelig einen Impuls zur Wohnraumpolitik geben. Insbesondere mit Blick auf die Mietpreisentwicklung und Wohnraumknappheit ein für Osthofen zentrales Thema. Im Anschluss bietet sich die Möglichkeit mit dem Bundestagskandidaten und der örtlichen Partei ins Gespräch zu kommen, oder weiterhin einfach die Musik, den Wein und das Essen im gemütlichen Beisammensein zu genießen.
Aktiv im Vorstand einbringen
Die Sozialdemokraten freuten sich auf ihrer Versammlung wieder zwei Neumitglieder begrüßen zu dürfen. Ruth Überall, die bereits seit zwei Jahren der Stadtratsfraktion angehört, wurde gemeinsam mit dem 33-Jährigen Konstantin Petschenkin herzlich begrüßt. Beide wollen sich aktiv im Vorstand der Partei einbringen. Dieser hat sich mit Blick auf die politische Zielsetzung klar für eine stärkere Sichtbarkeit von Frauen und Menschen mit Migrationsgeschichte in der Partei und der Gesellschaft stark gemacht. Hass und Hetze treten die Sozialdemokraten klar entgegen und bekennen sich zu ihrem Leitspruch: Kein Fußbreit dem Faschismus!
Mit Nachdruck für die Gleichberechtigung von Männern und Frauen einsetzen
Die SPD setzte sich schon immer mit Nachdruck für die Gleichberechtigung von Männern und Frauen ein. Bis heute verdienen Frauen bei gleicher Tätigkeit weniger als ihre Kollegen und begleiten erheblich weniger Spitzenpositionen. Der deutsche Bundestag hatte im Mai eine Quote für börsennotierte Unternehmen ab 2.000 Mitarbeitenden beschlossen. Ab vier Vorstandsmitgliedern muss künftig eine Frau mit am Tisch sitzen. Im Mai betraf diese Regelung rund 70 Unternehmen, davon über 30 mit ausschließlich männlich besetzten Vorständen. SPD-Bundestagskandidat David Maier sieht hier für die Zukunft weiteren Handlungsbedarf: ,,Dieses Gesetz ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung, löst aber noch nicht das Problem der Gläsernen Decken für Frauen. Dennoch sind wir stolz auf diesen Erfolg, den wir gegenüber der sich vehement weigernden Union hart verhandeln mussten. Gerade als Vater ist diese Blockadehaltung für mich völlig unverständlich. Ich werde mich dafür einsetzen, dass alle Mädchen in dem Wissen aufwachsen, später die selben Chancen auf eine Führungsposition zu haben und ganz sicher genauso bezahlt werden, wie ihre vergleichbaren Kollegen.“
Acht Frauen im Rat
Auch mit Blick auf die Politik ist in diesem Bereich noch viel zu tun. Der Frauenanteil im deutschen Bundestag ist zuletzt auf 30,7 % gesunken. In Osthofen ist die Tendenz im Stadtrat erfreulicherweise eine andere. Während 2014 nur vier von 24 Stadtratsmitgliedern weiblich waren, gehören heute acht Frauen dem Rat an. ,,Erst seit zwei Jahren gibt es keine Fraktion mehr, die ausschließlich aus Männern besteht. Wir hätten uns das schon viele Jahrzehnte früher gewünscht, sind aber trotzdem sehr froh über diese wichtige Entwicklung, die in den nächsten Jahren weitergehen muss. Die SPD-Osthofen geht hier als Beispiel voran. Sowohl unsere achtköpfige Stadtratsfraktion als auch der Parteivorstand bestehen zur Hälfte aus Frauen. Mit Blick auf die nächste Kommunalwahl ist das unsere klare Erwartungshaltung an die anderen Parteien“, so die Vorsitzende Patricia Seelig.