
Die Kampfrichter aus dem Südwesten Deutschlands versammelte sich kürzlich im hessischen Maintal zum jährlichen Gruppen-Lehrgang des Deutschen Judo-Bundes (DJB). Mit dabei war Patrick Alberti, der als Trainer und Kampfrichter die Farben des 1. Judoclub Worms vertrat.
Die Bedeutung der Veranstaltung unterstrich bereits die hochkarätige Begrüßung durch das Führungsgremium der Gruppe Süd-West. Neben dem Gruppen-Referenten Marcel Frost hießen auch die Landesreferenten Stefan Himmler (Hessen), Christoph Otto (Rheinland) und Daniel Sack (Pfalz) sowie Daniel Lanz von der Kampfrichter-Kommission die Teilnehmer willkommen.
In der ersten Einheit stand die gemeinsame Regelanpassung und -ergänzung im Fokus, die im engen Austausch zwischen Kampfrichtern und Trainern erarbeitet wurde. Die anschließende Video-Analyse wurde von zwei absoluten Experten geleitet: Frank Doetsch (6. Dan), Mitglied der IJF-Kampfrichter-Kommission, und Alexander Berger (4. Dan), IJF-A-Kampfrichter, gaben tiefe Einblicke in die internationale Bewertungspraxis.
Dass Judo nicht nur am Reißbrett stattfindet, bewies der praktische Teil nach der theoretischen Prüfung. Niemand Geringeres als der zweifache Weltmeister Alexander Wieczerzak (4. Dan) bat die Teilnehmer auf die Matte. Unter seiner Anleitung wurden komplexe Wettkampfsituationen live durchgespielt und kritische Techniken simuliert, um die Reaktionsschnelligkeit der Unparteiischen zu perfektionieren.
Nach einem sehr intensiven und lehrreichen Tag machte sich Patrick Alberti gut geschult auf den Heimweg. „Die Kombination aus theoretischer Präzision und der praktischen Arbeit ist enorm wertvoll“, so das Fazit des Wormsers. Das erlernte Wissen wird nun zeitnah in die Trainingsarbeit beim Judoclub Worms und in die kommenden Wettkampf-Einsätze einfließen.