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  • Do., 17. November 2022, 11:51 Uhr
    FUSSBALL: Trainer Wilde legt sein Amt in Pfeddersheim sofort nieder

    Paukenschlag bei der TSG

    Auf die Anweisungen von Trainer Daniel Wilde muss die Mannschaft in Zukunft verzichten. Archivfoto: Felix Diehl


    Von Marcus Diehl > Was ist am Montag in Pfeddersheim passiert? Was bewegte Trainer Daniel Wilde sein Amt mit sofortiger Wirkung niederzulegen? Für Trainer Daniel Wilde waren mehrere Faktoren entscheidend: „Das Ultimatum mit den sieben Punkten hat das Fass bei mir nur zum Überlaufen gebracht. Das sogenannte I-Tüpfelchen bei meiner Entscheidung. In letzter Zeit gab es mehrere Faktoren, die nach meiner Einschätzung hätten besser verlaufen können. Für die Spielklasse Oberliga müsste der Verein noch professioneller geführt werden.“

    Der Mannschaft gab er am Dienstag im Training die Entscheidung bekannt, mit viel Wehmut. „Für die Jungs tut es mir unheimlich leid. So einen eingeschworenen Haufen zu verlassen, tat schon sehr weh und mir ist bewusst, dass ich einigen Spielern damit vor dem Kopf gestoßen habe.“ Ihm sei das Vier-Augen-Gespräch auf dem Trainingsplatz am Montagabend mehr als sauer aufgestoßen: „Ich empfinde es nicht als Wertschätzung, eine Vertragsverlängerung von den angesprochenen Punkten abhängig zu machen. Wenn ein Punkt am Schluss gefehlt hätte, wegen einer falschen Schiedsrichterentscheidung oder in der letzten Spielminute fällt noch der Ausgleich, weil der Ball mehrmals abgefälscht wird, was wäre dann passiert? Die Entscheidung von so etwas abhängig zu machen ist nicht fair.“

    Für den Sportlichen Leiter Marc Bullinger kommt jetzt die Aufgabe, einen neuen Trainer zu finden. Nicht einfach in dieser Phase der Saison. „Die ersten Sondierungen laufen. Für den Samstag in Koblenz hat sich unser Trainer der Reserve Björn Miehe bereit erklärt das Team zusammen mit dem Co-Trainer Benjamin Himmel zu übernehmen. Er wird so lange Couchen bis der neue Trainer bekannt gegeben wird.“ Ein Punkt liegt Trainer Daniel Wilde dann doch noch auf dem Herzen. „Egal wie das jetzt gelaufen ist, bin ich der TSG Pfeddersheim mehr als dankbar. Sie haben mir vor drei Jahren die Möglichkeit gegeben ein Traineramt als Nobody und gleich in der Oberliga zu übernehmen.“ Ob es jetzt eine Kurzschlussreaktion war oder ein Missverständnis zwischen den beiden Parteien, könnte nach dem Gespräch fast ausgeschlossen werden. Die Enttäuschung über das geschehene war Trainer Daniel Wilde mehr als anzumerken und das seine Entscheidung mehr als überlegt war. Bei solchen Ereignissen gibt es keinen Gewinner, egal auf welcher Seite. Jetzt ist für die TSG nur zu hoffen, dass die Mannschaft die entsprechende Reaktion zeigt, dass sie gewillt sind mehr als die angesprochenen sieben Punkte zu erreichen und sich am Ende für die Meisterrunde zu qualifizieren.
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