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  • Fr., 05. Februar 2021, 15:20 Uhr
    Landtagswahlkampf in Rheinland-Pfalz: CDU Abgeordnete Stephanie Lohr kämpft um das Direktmandat für Worms

    Persönliche Kontakte und digitale Chancen

    „Es geht mir immer um unser Worms“, unterstreicht Stephanie Lohr am Bronzemodell des Domes vor dem ehemaligen Gesundheitsamt, das mit dem Andreasquartier für die zukünftige Entwicklung eine wichtige Rolle spielen soll. Foto: Kati Nowicki


    VON ROBERT LEHR | „Corona ist wie ein Brennglas“, zitiert Stephanie Lohr eine im rheinland-pfälzischen Landtag derzeit häufig verwendete Formulierung. Die CDU-Abgeordnete, die sich am 14. März um den Wiedereinzug ins Landesparlament bewirbt, sieht vor allem zwei Felder, bei denen enormer Nachholbedarf seitens der Landespolitik bestehe. Denn unter dem Eindruck der Pandemie wiesen laut der Wormser CDU-Vorsitzenden und Abenheimer Ortsvorsteherin vor allem die Themen Bildung und Digitalisierung starke Defizite in der aktuellem Politik der von SPD, FDP und Grünen geführten Landesregierung auf. 

    So sei es im Sommer u.a. von ihr versäumt worden, die Schulen mit den vorab versprochenen Laptops auszustatten und sich auf eine funktionierende digitale Plattform  für den Unterricht zu einigen – geschweige denn, die Klassenräume mit entsprechenden Lüftungen auszustatten oder mithilfe entsprechender Software die Prozesse in den kommunalen Behörden zu digitalisieren.

    Am Donnerstag stand Stephanie Lohr im NK-Gespräch Rede und Antwort, wobei sie einen besonderen Blick auf die heiße Phase des Wahlkampfes warf, der aktuell bedauerlicherweise „so ganz anders abläuft!“ Zwar hat sich Politikerin mit ihrem Wahlkampfteam voll und ganz auf die Präsenz in den sozialen Medien konzentriert, aber „wesentlich lieber wäre es mir, mit den Menschen persönlich ins Gespräch kommen zu können“. 

    Die nach eigenen Aussagen als umweltpolitische Sprecherin der CDU Fraktion ausdrücklich „keine reine Fachpolitikerin ist“, sei es ihr immer ungemein wichtig gewesen, Kritik und Anregungen aufzunehmen. Das sei im Kontakt über Facebook, Instagram oder bei virtuellen Meetings nicht immer so möglich. „Die Qualität der Rückmeldungen aus der Wählerschaft ist doch anders wie im normalen Wahlkampf“. Dieser hätte zwar auch die „digitalen Chancen unserer Zeit genutzt, wäre aber bei Veranstaltungen wie dem Neujahrsempfang, Infoständen, Diskussionen oder Hausbesuchen primär von persönlichen Kontakten geprägt gewesen“, so die 37-jährige Juristin. 

    Dialog und Austausch wichtig
    Reger Austausch ist Stephanie Lohr aber auch in anderer Hinsicht sehr wichtig. So ist sie neben ihrer parlamentarischen Arbeit und den Verpflichtungen als Abenheimer Ortsvorsteherin noch an zwei Wochentagen projektbezogen für ein regionales Energieversorgungsunternehmen tätig. „Der Dialog aus der Wirtschaft heraus mit der Politik und umgekehrt bietet zahlreiche Möglichkeiten und Wechselwirkungen“

    Und noch etwas ist Lohr hierbei ganz wichtig: „Mein zweites berufliches Standbein macht mich auch ein Stück unabhängiger in meiner politischen Arbeit. Zu wissen, dass ich von einem Amt nicht wirtschaftlich abhängig zu sein, gibt mir die Freiheit und die Gelassenheit, dem hohen Druck in der Politik stand zu halten. Die Versuchung, es allen Recht machen und allen gefallen zu wollen ist groß. Hier „im Kopf freier“ zu bleiben und auch mal unbequeme Wahrheiten auszusprechen ist mir wichtig“. 

    Allerdings sieht Lohr sich als Vollblutpolitikerin, zu deren obersten Priorität es gehört, sich bestmöglich für ihre Heimatstadt einzusetzen. Lohr bezeichnet sich selbst als „absolute Lokalpatriotin“, wobei es sich gerade jetzt in der Krise zeige, dass die allermeisten Wormserinnen und Wormser gemeinsam hinter ihrer Stadt stünden. „Ich sehe, dass es ein breites Bündnis von Menschen gibt, die Worms gemeinsam nach vorne bringen möchten“. So sei Lohr auch angenehm überrascht ewesen, wie gut ihre Adventsaktion mit den „Wormser Kisten“ in Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing angenommen worden sei. 

    Traditionen wie die Wormser Fastnacht liegen Stephanie Lohr am Herzen und so gehört sie zu den Ideengebern für die Fastnachtsfenster im ehemaligen Kaufhof. 

    Überzeugte Netzwerkerin
    Dies alles sei in engagierten Netzwerken realisiert worden und sie freue sich schon jetzt auf die zukünftigen Herausforderungen und die Umsetzung zugunsten der Nibelungenstadt. Dazu gehöre vor allem die Entwicklung der Innenstadt im Rahmen eines Stadtentwicklungsplanes. „Es gibt einen starken Rückenwind, die Zukunft der Innenstadt weiterzuentwickeln, damit sie ein Ort ist, in dem sich alle wohlfühlen“. All das wertet Lohr als eindeutiges Zeichen dafür, „dass wir uns etwas zutrauen“ und vieles davon auch umsetzen könnten.

    Steigende Mitgliederzahlen
    Was Lohr als Vorsitzende desWormser Kreisverbandes der CDU freut, ist dass dessen Mitgliederzahlen steigen. Sie wertet dies als untrügliches Zeichen dafür, dass „wir mit unserer Politik begeistern können“. Nicht zuletzt daher hält sie den Gewinn des Direktmandats für „kein Ding der Unmöglichkeit“. 

    In diesen Tagen beginnt auch die Verteilung der Wahlkampfflyer von Stephanie Lohr. Hier fomuliert sie unter dem Slogan „Erfrischend verlässlich“ knapp und prägnant ihre politischen Ziele. In den sozialen Medien und im Netz finden diese sich bei facebook unter stephanielohr.worms bei Instagram@stephanielohr.worms sowie im Internet unter cdu-worms.de und stephanie-lohr.de

    Im Gespräch mit NK-Redakteur Robert Lehr unterstrich Stephanie Lohr die Bedeutung des Ehrenamts für den gesellschadtlichen Zusammenhalt. Sie selbst ist seit 20 Jahren aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Abenheim. Foto: Ina Pohl

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