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Di., 25. Dezember 2018, 15:49 Uhr
Tischtennis-3. Bundesliga Süd: Herbstmeister TV Leiselheim steht in der Rückrunde der Saison 2018/2019 vor einem steinigen Weg
Peter Dietrich: „Das wird spannend“
Winterpause in der 3. Tischtennis-Bundesliga Süd. Zeit, um durchzuschnaufen. Aber auch die Zeit, um eine Zwischenbilanz zu ziehen. Und die Zeit, um einen Blick auf den zweiten Teil der Saison 2018/2019 zu werfen.
Die Zahlen zur Halbzeit
Nach neun Spielen der 3. Bundesliga Süd haben es die Männer vom Leiselheimer Trappenberg auf fünf Siege und vier Unentschieden bei keiner einzigen Niederlage gebracht. Das bedeutet in der Quintessenz mit 14:4 Punkten die Herbstmeisterschaft in der dritthöchsten deutschen Spielklasse.
Die Konkurrenten im Kampf um den Titel sind jedoch nicht weit entfernt. Wie an der Perlenschnur aufgereiht stehen SV Sachsenring Hohenstein-Ernstthal (13:5 Punkte), SV Salamander Kornwestheim (12:6 Punkte), TTC Weinheim (11:7 Punkte) und TTC Wöschbach (10:8 Punkte) Gewehr bei Fuß, um im Titelkampf ein gewichtiges Wörtchen mitzureden. Logisch, dass Peter Dietrich, der Tischtennis-Abteilungsleiter des TV Leiselheim, ob der brisanten Konstellation an der Tabellenspitze feststellt: „Das wird spannend in der Rückrunde und ein steiniger Weg für unser Team.“
Die Zwischenbilanz zur Vorrunde Der vor der Saison 2018/2019 von sämtlichen Konkurrenten der Liga als klarer Meisterschaftsfavorit gehandelte TV Leiselheim wurde Herbstmeister. „Das ist gut“, sagt Peter Dietrich. Der Tischtennis-Chef vom Trappenberg weiß aber auch: „Wir hatten gehörig Dusel, den im deutschen Fußball berühmt-berüchtigten ‚Bayern-Dusel‘. Wenn der anhält, werden wir Meister und wissen gar nicht genau warum.“ Allerdings: „Der Vorsprung ist zu knapp, damit können keine frühzeitigen Planungen realisiert werden.“
Vollste Zufriedenheit sieht anders aus. Und das hat auch seine Gründe. Die beiden Teenager Medardas Stankevicius (18 Jahre) und Vladimir Anca (19 Jahre) brauchten lange, um an die starken Leistungen in den zwei letzten Jahren in der dritthöchsten deutschen Spielklasse anzuknüpfen.
So flutschten dem Team um Constantin Cioti, dem vom Bundesligisten TTC Zugbrücke Grenzau neu auf der Spitzenposition der Wormser Vorortler verpflichteten Topspieler, zum Start in die Spielzeit gleich drei Punkte aus der Hand. In den ersten vier Begegnungen gab es nur einen Sieg gegen den Tabellenletzten DJK SpVgg Effeltrich. Dem standen drei Unentschieden beim TTC Wöschbach, bei SV Salamander Kornwestheim und gegen Angstgegner TTC Weinheim gegenüber. „Zu wenig“, stellt Peter Dietrich im Rückblick fest.
Highlights in der Vorrunde
Besser wurde es Mitte der Vorrunde. Die Highlights: Ein 6:3-Heimsieg über den direkten Verfolger SV Sachsenring Hohenstein-Ernstthal und ein glatter 6:0-Kantersieg eine Woche später am heimischen Trappenberg gegen TTC Wohlbach. Doch auch dieses „Zwischenhoch“ gab dem Team von Leiselheims langjährigem Trainer Christian Kaufhold keine Sicherheit. Die erfahrenen Akteure Constantin Cioti (12:5 Einzel) und Nico Stehle (5:4 Einzel) kassierten in der Summe zu viele Pleiten in den Einzeln.
Einzig Sushmit Sriram kam mit seinem unorthodoxen Materialspiel zu einer wirklich befriedigenden 13:4-Einzelbilanz. Als größter Knackpunkt im Team des TVL blieben aber nach wie vor die Doppel. 9:9 lautet die ernüchternde Bilanz der Leiselheimer Duos zur Vorrunde. Erst nach einer Umstellung der TVL-Duos Mitte der Vorrunde wurde es besser. Insgesamt aber zieht Peter Dietrich zu den Leistungen der TVL-Doppel das Fazit: „Das muss deutlich besser werden, sonst reicht es nicht zur Meisterschaft.“
Der Blick auf die Rückrunde Da kommt dann Christian Kaufhold ins Spiel. „Wir werden an unseren Doppeln im Training sehr hart arbeiten“, sagt der Coach des TVL. Apropos Schwerstarbeit: Die steht für die Männer vom Trappenberg gleich zum Start in die Rückrunde auf der Agenda. Es geht am 13. Januar 2019 zum direkten Verfolger SV Sachsenring Hohenstein-Ernstthal. „Die Partie bei den Sachsen stellt die Weichen für die komplette Spielzeit“, hebt Peter Dietrich die Wichtigkeit des Matches beim Tabellenzweiten hervor. „Danach wissen wir, wohin es diese Saison geht“, fügt Peter Dietrich an.
Klar ist: Damit es weiter in Richtung Meisterschaft geht, ist erneut eine ähnlich starke Vorstellung aller Mannschaftsteile wie beim bisher mit Abstand besten Meisterschaftsspiel des TV Leiselheim Ende November gegen die Sachsen notwendig. Erstmals wird der TVL in der ob ihres frenetischen Publikums als „grüne Hölle Sachsenring“ bekannten Pfaffenberg-Turnhalle dann mit „umgekrempelter Truppe“ antreten, denn Medardas Stankevicius rutscht hinter Nico Stehle und Sushmit Sriram von Position zwei auf Position vier zurück.
Der Spielplan – Rückrunde 2018/2019: So., 13. Januar 2019, 15 Uhr – SV SR Hohenstein-Ernstthal (Sachsen) vs. TV Leiselheim (Rheinhessen)
Sa., 19. Januar 2019, 18 Uhr – TV Leiselheim vs. ASV Grünwettersbach II (Baden)
Sa., 26. Januar 2019, 18 Uhr – TV Leiselheim vs. Post SV Mühlhausen II (Thüringen)
Sa., 9. Februar 2019, 18 Uhr – TTC Wohlbach (Oberfranken) vs. TV Leiselheim
So., 10. Februar 2019, 13 Uhr – DJK SpVgg Effeltrich (Oberfranken) vs. TV Leiselheim
Sa., 23. Februar 2019, 18 Uhr – TV Leiselheim vs. SV Schott Jena (Thüringen)
Sa., 16. März 2019, 18 Uhr – TV Leiselheim vs. TTC Wöschbach (Baden)
So., 7. April 2019, 14 Uhr – TTC Weinheim (Baden-Württemberg) vs. TV Leiselheim
So., 14. April 2019, 14 Uhr – TV Leiselheim vs. SV Salamander Kornwestheim (Baden-Württemberg)
Sushmit Sriram zeigte sich in der Vorrunde der Saison 2018/2019 von seiner besten Seite. Der indische Material-Stratege des TV Leiselheim brachte es auf eine starke 13:4 Einzel-Bilanz. Damit steht die neue Nummer drei des TVL in der Bestenliste auf Rang zwei des hinteren Paarkreuzes der 3. Bundesliga Süd.